Coronakrise

Südafrikas Zweite Welle zum Urlaubsauftakt

Südafrika wappnet sich zum Auftakt seiner Urlaubssaison gegen ein Anschwellen der Corona-Neuinfektionen. Am späten Donnerstagabend gab das Gesundheitsministerium 8166 Neuinfektionen pro Tag bekannt. Einen Tag zuvor hatte der zuständige Minister Zweli Mkhize erklärt, dass der Kap-Staat nun von einer zweiten Welle getroffen werde. Die Entwicklung würde vor allem durch das Infektionsgeschehen in der Region um Johannesburg und der Provinzen KwaZulu-Natal sowie Ost- und Westkap befeuert.

red/Agenturen

Mit Ausnahme der Region um Johannesburg handelt es sich dabei um am Meer gelegene Provinzen, die mit ihren Hauptstädten - etwa Kapstadt oder Durban - zum Jahresende gefragte Urlaubsziele sind. Als besonders gefährdet gelten junge Menschen, warnte Mkhize. In Südafrika haben die Schulferien begonnen - auf der Südhalbkugel ist jetzt Sommer und viele Jugendliche starten mit Feiern in die Ferien. Der Küstenort Ballito etwa machte Schlagzeilen durch eine Party mit mehr als 1300 Abiturienten aus dem Großraum Johannesburg, nach der laut Medienberichten zahlreiche Neuinfektionen festgestellt wurden.

Lockdown mit verheerenden Auswirkungen

Der Kap-Staat hatte sich erst vor kurzem wieder dem internationalen Tourismus geöffnet und alle Restriktionen beim Alkoholverkauf aufgehoben. Südafrikas Regierung hatte Ende März eine landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Beschränkungen haben eine verheerende Auswirkung auf die Wirtschaft. Das Land stellt auf dem Kontinent mit rund 837.760 Fällen den Großteil der registrierten Infektionen dar. Knapp 22.800 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung in Südafrika.