Corona

Virologin: Maßnahmen des soften Lockdowns wirken

Die Virologin Monika Redlberger-Fritz ist überzeugt, dass bereits die Maßnahmen des soften Lockdowns wirken. Die am Zentrum für Virologie an der MedUni Wien tätige Wissenschafterin beobachtet seit dem Frühjahr die Verbreitung von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung, indem im Rahmen eines Forschungsprojekts Probanden mit Symptomen in Richtung eines Virenbefalls stichprobenartig Abstriche entnommen werden.

red/Agenturen

Der Anteil derjenigen, bei denen das Coronavirus nachweisbar ist, lässt Rückschlüsse auf die Grundzirkulation von SARS-CoV-2 zu. In der vergangenen Woche (16. bis 22. November) sind die Positivraten im Sentinel-Netzwerk deutlich auf 27,6 Prozent gesunken, teilte Redlberger-Fritz am Dienstag auf APA-Anfrage mit. In der Woche zuvor lag der Wert noch bei 51,0 Prozent. Die Positivraten hatten sich seit Mitte Oktober exponentiell von knapp über 20 Prozent auf zunächst 42,8 Prozent (Kalenderwoche 44 - 12. bis 18. Oktober), dann 48,6 Prozent (Kalenderwoche 45 - 19. bis 25 Oktober) und schließlich 51,0 Prozent (Kalenderwoche 46 - 26. Oktober bis 1. November) gesteigert.

„Wie erwartet kam es noch zu einem weiteren Anstieg. Glücklicherweise konnten wir in der Kalenderwoche 47 bereits einen deutlichen Rückgang bemerken“, kommentierte Redlberger-Fritz die jüngsten Entwicklungen. Der spürbare Rückgang in der Vorwoche gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus. „Das stimmt uns sehr positiv, dass die Maßnahmen des soften Lockdowns wirken und sich der Trend mit dem harten Lockdown auch noch weiter fortsetzen wird“, meinte Redlberger-Fritz gegenüber der APA.