Coronavirus

Vortragsreihe beim europäischen Radiologiekongress

Die Europäische Gesellschaft für Radiologie (ESR) wird auf dem Europäischen Radiologiekongress (ECR), der von 11. bis 15. März in Wien stattfindet, eine spezielle Vortragsreihe zum Thema Coronavirus-Krankheit (Covid-19) abhalten. Erstmals sollen auf einem Kongress dieser Größenordnung Experten die Diagnostik und Behandlung von Covid-19 diskutieren, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der ESR.

red/Agenturen

Anlässlich der aktuellen Entwicklungen und der großen Relevanz für die öffentliche Gesundheit habe man sich kurzfristig zu diesem Schritt entschlossen. Die Europäische Gesellschaft für Radiologie „möchte sich und ihr wissenschaftliches Netzwerk klar in den Dienst der Aufklärung und Bekämpfung des Coronavirus stellen, da vor allem der Radiologie eine zentrale Rolle in der Früherkennung und Diagnostik der Erkrankung zukommt“, begründete die ESR.

Experten aus Wuhan und Shanghai werden per Videokonferenz teilnehmen, Radiologen aus Paris, Frankfurt, München und Rom Erfahrungswerte bei der Bildgebung und Behandlung von mit Covid-19 infizierten Patienten präsentieren. Am Podium werden im Austria Center Vienna neben Radiologen auch Pulmologen, Epidemiologen und Virologen vertreten sein. Da viele Mediziner und medizinische Fachkräfte aus China und anderen betroffenen Gebieten durch den Ausbruch des Coronavirus in ihren Krankenhäusern unabkömmlich seien, werde die Teilnahme am Kongress per Livestream ermöglicht, und auch die Präsentation der eigenen Vorträge von zu Hause oder vom Arbeitsplatz. „Solche Meetings können einen entscheidenden Einfluss auf die weiteren Entwicklungen haben“, wurde ESR-Vizepräsident Michael Fuchsjäger, zitiert.

Bezüglich der Gefährlichkeit der Erkrankung, rät Fuchsjäger, sich auf die Faktenlage und wissenschaftlich belegbare Ergebnisse zu konzentrieren: „Bei solchen Themen schwingt medial oft eine gewisse Hysterie mit, welche sich mit einem sachlichen Blick auf die Fakten oft anders darstellt. Das Infektionsrisiko in Europa ist generell gering. Infektionen mit dem Coronavirus zeigen meist einen milden Verlauf, schwere Verläufe beobachtet man vor allem bei alten Menschen und immungeschwächten Personen." Auf die Einhaltung grundlegender hygienischer Verhaltensweisen wie auch während der Grippesaison, gute Händehygiene oder korrekte Hustenetikette sei zu achten.

Die Vortragsreihe findet am 12. März von 17.45 bis 18.45 Uhr statt und wird kostenlos im Internet übertragen; Anmeldung unter: http://go.apa.at/oNLoyYWA