In Graz formiert sich Lungenforschung im „Lung Research Cluster“

Ein neues Schwerpunktzentrum im Bereich der Lungenforschung wurde in Graz präsentiert: Der „Lung Research Cluster“ der Medizinischen Universität Graz und des Grazer Ludwig Boltzmann Instituts für Lungengefäßforschung (LBI LVR) möchte zelluläre und molekulare Mechanismen beschreiben, die zur Entstehung schwerer Lungenkrankheiten - vom Lungenhochdruck über COPD bis zu Lungentumoren - beitragen, wie die Universität am Mittwoch mitteilte.

red/Agenturen

Im Mittelpunkt stehen die Aufdeckung molekularer und zellulärer Signalwege, die Identifikation von neuen Zielstrukturen und die Entwicklung von innovativen Medikamenten. Das Herzstück des Schwerpunktzentrums ist das Ludwig Boltzmann Institut für Lungengefäßforschung (LBI LVR) Das von Grazyna Kwapiszewska-Marsh geleitete Institut hat sich zum Ziel gesetzt, Lungen- und Lungengefäßerkrankungen besser zu verstehen, früher zu erkennen, zielgerichtet zu behandeln und damit eine verbesserte Prognose und eine bessere Lebensqualität der Betroffenen zu gewährleisten. Seit 2010 betreibt es in Partnerschaft mit der Med-Uni Graz und der Bayer AG multidisziplinäre Grundlagenforschung auf diesem Gebiet.

„Maximaler gesellschaftlicher Impact“

Vonseiten der Med-Uni Graz werden nunmehr Expertinnen und Experten aus zusätzlichen Forschungsgebieten beteiligt sein. „Indem wir die bisherige Arbeit auf ein neues Fundament stellen, ermöglichen wir auch in Zukunft hochwertige transnationale Forschung mit maximalem gesellschaftlichen Impact“, betont die Vizepräsidentin der LBG und Universitätsrätin der Med-Uni Graz, Sylvia Knapp.

Der „Lung Research Cluster“ soll auch die bestehenden Kooperationen mit Wissenschaftern und Forschungseinrichtungen innerhalb und außerhalb Österreichs aktiv stärken und die Partnerschaften mit pharmazeutischen Unternehmen im In- und Ausland fördern, wie Caroline Schober, Vizerektorin für Forschung und Internationales hervorhob. Internationale Nachwuchswissenschafter sollen nach Graz gezogen und unter anderem in der FWF-geförderten Doc School „RESPImmun“ ausgebildet werden.