Viele Patienten leiden noch ein Jahr später an Long-Covid-Symptomen

Das Bild von Long Covid schärft sich immer mehr. Hinzu kommt nun eine Studie des Kantonsspital Aarau (KSA) und des Universitätsspitals Basel, wonach 70 Prozent der in die Untersuchung eingeschlossenen hospitalisierten Corona-Patienten noch ein Jahr nach ihrem Spitalaufenthalt Folgesymptome der Krankheit aufwiesen.

red/Agenturen

Zu den am häufigsten auftretenden Symptomen gehörten Müdigkeit (46 Prozent), Konzentrationsschwierigkeiten (31 Prozent), Kurzatmigkeit (21 Prozent) und Unwohlsein nach Anstrengung (20 Prozent). 38 Prozent der Patienten gaben zudem an, dass die verspürten Symptome ihre Lebensqualität einschränken würden, wie das Forschungsteam im Fachmagazin „Swiss Medical Weekly“ berichtet.

Rund jeder fünfte Patient gab außerdem an, unter Angstsymptomen oder Depressionen zu leiden. Die Studie basierte auf Interviews mit insgesamt 90 hospitalisierten Covid-19-Patientinnen und -Patienten. Den Autoren zufolge wiesen diejenigen Personen ein erhöhtes Risiko für Long Covid auf, die lange im Spital lagen, eine schwere Erkrankung hatten und ihren Gesundheitszustand generell schlechter einstuften.

Um die potentiellen Spätfolgen einer Coronavirus-Infektion zu vermeiden, seien präventive Maßnahmen wie die Impfung „dringend empfohlen“, ließ sich Philipp Schütz, Chefarzt Allgemeine Innere und Notfallmedizin am KSA, in einer Mitteilung des Spitals vom Montag zitieren.

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