Wissenschaft

Impfung

EU-Kommission will von Österreich-Israel-Kooperation lernen

Die EU-Kommission will von der von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigten Kooperation Österreichs mit Israel und Dänemark bei der Herstellung von Impfstoffen der zweiten Generation lernen. „Die EU-Kommission ist definitiv daran in interessiert, von Österreich, Dänemark und Israel zu lernen", sagte ein EU-Kommissionssprecher am Dienstag in Brüssel. Dies könne von zusätzlichem Wert für die EU-Impfstrategie sein.

Veganismus könnte Einfluss auf Knochengesundheit haben

Vegane Ernährung - also der komplette Verzicht auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs - könnte einer kleinen Studie zufolge negative Folgen für die Knochengesundheit haben. Darauf wiesen bestimmte Biomarker sowie Ultraschallmessungen hin, teilte das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Dienstag mit.

Corona

Peter Klimek sieht Öffnungsszenarien als „hochriskant“ an

In der aktuellen Situation im Angesicht insgesamt wieder steigender Covid-19-Fallzahlen und dem Durchmarsch der britischen Varianten (B.1.1.7) in Österreich seien die am Montagabend in Aussicht gestellten vorsichtigen Öffnungen „hochriskant". Das erklärte der Komplexitätsforscher Peter Klimek am Dienstag der APA. Die Zahlenanstiege seien nicht den vielen zuletzt durchgeführten Tests geschuldet, man sehe Anzeichen einer noch versteckten dritten Welle durch B.1.1.7.

Corona

ACE2-Virenandockstellen werden bei Infekt mehr statt weniger

ACE2 ist die Andockstelle von SARS-CoV-2 an Lungenzellen. Bei Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen steigt die ACE2-Menge im Blut stark an, so Wiener Mediziner. Das passiert aber auch bei Grippeviren und könnte demnach Folge der Entzündungsreaktionen sein. Bisher vermutete man aus Versuchen mit Coronavirus-infizierten Mäusen, dass ACE2 bei Covid-kranken Menschen weniger wird.

Corona

Mehr als ein Viertel der Infektionen asymptomatisch

Zuletzt sind hierzulande mehr als ein Viertel der behördlich nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus asymptomatisch verlaufen. Bei 62,4 Prozent der neuen Fälle konnte die Infektionsquelle geklärt werden. Das geht aus einem Update der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zur epidemiologischen Abklärung von Covid-19 vom Wochenende hervor, das sich auf die Kalenderwoche 7 (15. bis 21. Februar) bezieht.

Impfung

Weit mehr als 400.000 Österreicher gegen Corona geimpft

Am Wochenende ist die Grenze von 400.000 Personen deutlich überschritten worden, die in Österreich eine Corona-Schutzimpfung erhalten haben. Bis Sonntag hatten 414.441 Personen eine erste Dosis erhalten. Davon haben den Impfzahlen des Gesundheitsministeriums zufolge bereits 231.545 Personen die für einen vollständigen Impfschutz benötigten Dosen bekommen.

Seltene Krankheiten

Forschung „trotz und wegen Corona“ vorantreiben

Während intensiv an Therapien gegen Covid-19 gearbeitet wird, ist die Forschung zu sogenannten Seltenen Krankheiten in der Pandemie eingeschränkt worden. Die rasante Entwicklung von Corona-Impfstoffen sah Dominik Wolf von der Med-Uni Innsbruck aber für „Rare Diseases“ positiv. Eventuell ließen solche Therapieformen den nächsten großen Schritt zu, sagte er im APA-Gespräch. „Wir sind in der Pflicht, die nächsten Schritte zu machen - trotz und gerade wegen der Corona-Pandemie."

Corona-Mutation

US-Wissenschaftler nun auch besorgt über Corona-Variante in New York

Nach dem Bekanntwerden einer neuen Coronavirus-Variante in Kalifornien haben sich US-Forscher nun auch besorgt über eine in New York entdeckte Variante gezeigt. Die im November erstmals in der Millionenmetropole entdeckte Mutante B.1.526 könnte ersten Erkenntnissen zufolge möglicherweise weniger stark auf die bisher entwickelten Impfstoffe reagieren, berichteten US-Medien am Donnerstag unter Berufung auf Wissenschaftler.

Corona-Impfung

Krammer: Covid-19-Genesene sollten nur eine Dosis bekommen

Der Virologe Florian Krammer spricht sich für das Weglassen der zweiten Corona-Impfdosis aus, wenn jemand bereits eine Infektion durchgemacht hat. Es gebe mehrere Studien, die zeigen, dass infiziert gewesene Personen eine stärkere Immunantwort nach nur einer Dosis aufweisen als zwei Mal geimpfte, die zuvor keine Infektion hatten. „Wir reden da von Millionen Impfstoffdosen“, die weltweit eingespart werden könnten, sagte Krammer bei einer Online-Pressekonferenz am Donnerstag.

Corona-Impfung

Biontech und Pfizer starten Studie mit Corona-Auffrischungsimpfung

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer starten eine Studie zu einer Auffrischungsimpfung mit ihrem Coronavirus-Impfstoff. Die Studie soll die Wirkung einer zusätzlichen dritten Dosis auf die Immunität gegen derzeit kursierende und neu aufkommende Sars-CoV-2-Varianten überprüfen, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag mitteilten.

Mutationen

US-Wissenschaftler besorgt über kalifornische Variante

US-Wissenschaftler haben sich besorgt über eine Coronavirus-Variante in Kalifornien gezeigt. Die im Dezember erstmals entdeckte Variante, die Forscher „B.1.427/B.1.429“ genannt haben, sei ersten Erkenntnissen zufolge ebenfalls wahrscheinlich ansteckender als das Ausgangsvirus, berichteten mehrere US-Medien am Mittwoch unter Berufung auf Wissenschafter.

Corona

Erstmals seit einem Monat wieder mehr als 2.000 neue Fälle

Erstmals seit beinahe fünf Wochen sind in Österreich wieder mehr als 2.000 Neuinfektionen gemeldet worden. In den vergangenen 24 Stunden kamen laut Innen- und Gesundheitsministerium 2.006 neue Fälle hinzu. Im Schnitt der vergangenen Woche infizierten sich somit täglich 1.786 Menschen mit SARS-CoV-2. Zuletzt waren am 22. Jänner mit 2.088 Infektionen über 2.000 registriert worden. Die Zahl der Toten stieg um 37 auf 8.470 Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind.

Coronakrise

Herbst-Lockdown brachte Polarisierung und weniger Intimität

Vereinsamung und damit verbundene psychische Probleme sind belegte Folgeerscheinungen der Distanzierungsmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie. Zwischen den Lockdowns im vergangenen Frühjahr und Spätherbst gibt es jedoch Unterschiede, wie die Soziologin Barbara Rothmüller nun festgestellt hat. Während des zweiten Lockdowns ist es ihrer Studie zufolge etwa zu Entsolidarisierung und Polarisierung in der Gesellschaft gekommen. Auch sexuelles Begehren und Berührungen nahmen ab.

Molekularbiologe für „Zuwarten“ bei weiteren Öffnungen

Zuletzt wurde so großflächig getestet wie noch nie, zugleich sind neue SARS-CoV-2-Varianten im Vormarsch, dazu kommt das flächige Tragen von FFP2-Masken, Öffnungen an Schulen und im Handel und ein unwägbarer Einfluss bald wärmerer Temperaturen. Man habe es aktuell vielleicht mit einer der "unklarsten Situationen" seit Langem zu tun, so der Molekularbiologe Michael Wagner zur APA. Mit weiteren Öffnungen sollte man daher "noch zuwarten" und die "Beobachtungsphase" verlängern.

Corona

Wieder mehr als 1.700 Neuinfektionen in Österreich

Die Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich steigen weiter. Nach Angaben von Innen- und Gesundheitsministerium wurden in den vergangenen 24 Stunden 1.727 neue Fälle gemeldet. Im Schnitt der vergangenen Woche infizierten sich somit täglich 1.747 mit SARS-CoV-2. Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg damit auf 137,4. Einen deutlichen Zuwachs gab es bei Intensivpatienten. Hier mussten fünf Prozent mehr als vergangene Woche versorgt werden.

Robert Koch in seinem Labor.
Medizingeschichte

Wie die Wissenschaft die Medizin das Laufen lehrte

Aderlaß, Kuren, auf die etwa ein gewisser Herr Beethoven schwor, oder die althergebrachte Vier-Säfte-Lehre: Derlei Zugänge prägten anno 1800 die medizinische Welt. Doch langsam und stetig verlässt die Medizin ausgetretene Pfade und gerade in Wien ist dabei Bahnbrechendes passiert.