Wissenschaft

Impfung Spritzen
Coronavirus

Dritte Impfung hilft auch nach zwei Fehlschlägen

Eine dritte Teilimpfung gegen SARS-CoV-2 kann laut einer österreichischen Studie auch noch zu einem Schutz vor Covid-19 bei Menschen mit Immunsuppression nach Nierentransplantation nach zwei erfolglosen Teilimpfungen führen. Rund 40 Prozent zeigen nach der dritten Dosis - egal ob mRNA- oder Vektorimpfstoff - eine Immunantwort mit der Bildung von Antikörpern. Die Forschungsergebnisse sind am Dienstag in einer der führenden US-Medizinfachzeitschrift JAMA erschienen.

Coronavirus

Forscher machen SARS-CoV-2-Fänger für Virus attraktiver

Die Idee, dem SARS-CoV-2-Erreger durch die Gabe eines Medikaments ein anderes Ziel als die menschlichen Zellen anzubieten, verfolgt ein Team des Wiener Unternehmens Apeiron mit dem Genetiker Josef Penninger mit seinem Wirkstoff APN01. Forscher haben nun einen Weg gefunden, die künstliche Eintrittspforte für das Virus in die Zelle - den ACE2-Rezeptor - für den Erreger noch attraktiver zu gestalten, indem Zuckerketten entfernt wurden, die das Anbinden des Erregers hemmen.

Prostata Bildgebende
Prostatakrebs

Zwei Proteine zeigen aggressiveres Verhalten an

Prostatakrebs ist die am öftesten diagnostizierte Krebserkrankung bei Männern. Zumeist kann er sehr gut behandelt werden, jedoch gibt es eine Gruppe von Patienten mit aggressivem Verlauf und oft tödlichem Ausgang. An der Medizinischen Universität Wien wurden neue Tumormarker identifiziert, die ein schlechteres Überleben anzeigen und somit künftig unterstützend zur Risikoeinschätzung dienen können. Die Studie wurde im Journal Cancers publiziert, hieß es am Mittwoch.

Coronavirus-Impfung

Nierentransplant-Patienten bauen kaum Schutz auf

Patientinnen und Patienten, die nach einer Nierentransplantation dauerhaft immunsupprimierende Medikamente einnehmen müssen, zeigen selbst nach einer dreimaligen Impfung gegen SARS-CoV-2 keinen ausreichenden Impfschutz. Das belegt eine Studie der Universitätsklinik für Innere Medizin III von MedUni/AKH Wien. Deshalb wurde nun eine neue Studie über die Wirksamkeit und Sicherheit eines humanen Antikörpercocktails gegen SARS-CoV-2 bei diesen Betroffenen gestartet.

Coronavirus

Ohne Salzburg 1.907 Neuinfektionen und 42 weitere Todesopfer

Exakt 666 Tage nach den ersten bestätigten Coronavirus-Fällen in Österreich haben die Ministerien am Dienstag - ohne Salzburg - 1.907 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Zuvor hatte der Corona-Stab in Salzburg falsche Fallzahlen kommuniziert. Wie viele genau seit Montag hinzukamen, könne nicht eruiert werden, die aktuellen Zahlen werden am Mittwoch nachgemeldet, hieß es aus dem Innenministerium in Wien.

Coronavirus

2.528 Neuinfektionen und 42 weitere Todesopfer

Exakt 666 Tage nach den ersten bestätigten Coronavirus-Fällen in Österreich haben die Ministerien am Dienstag 2.528 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem gab es 42 weitere Todesopfer. Somit sind in den knapp 22 Monaten Pandemie hierzulande bereits 13.538 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben. Leicht rückläufig war am Dienstag wieder die Zahl der Infizierten im Krankenhaus. Österreichweit lagen noch 1.705 Covid-19-Patienten in Spitälern.

Impfstoff Corona
Coronavirus

Novavax-Impfstoff: „Bewährte Rezeptur“

Mit dem Novavax-Spaltimpfstoff (NVX-CoV2373) hat die Europäische Arzneimittelagentur EMA die Empfehlung zur bedingten Zulassung des fünften Covid-19-Impfstoffs in der EU ausgesprochen, der die EU-Kommission bereits gefolgt ist. Wer wegen des dazu oft genannten Begriffs „Totimpfstoff“ nach sozusagen „bewährten Rezept“ - auf etwas „Natürliches“ hofft, geht aber fehl. Dahinter steckt Gentechnik pur. Die Hauptsache: Die Schutzwirkung beträgt rund 90 Prozent.

Sanofi übernimmt US-Krebsspezialisten für gut 1 Mrd. Dollar

Der französische Pharmakonzern Sanofi verstärkt sich mit einem weiteren Zukauf in den USA. Für eine Vorauszahlung von rund 1 Mrd. Dollar (fast 0,9 Mrd. Euro) übernimmt Sanofi das kalifornische Biotechunternehmen Amunix Pharmaceuticals. Amunix winken zudem erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen von bis zu 225 Millionen Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Die Übernahme soll im ersten Quartal 2022 abgeschlossen werden.

Fettleber Übergewicht Essen Fast Food

Nichtalkoholische Fettleber bis 2030 häufigste Leberkrebs-Ursache

Die nichtalkoholische Fettleber wird nach neuen Erkenntnissen spätestens im Jahr 2030 in Österreich wie Europa die häufigste Ursache für Leberkrebs sein. Dies sagte der Direktor für Innere Medizin I der Innsbrucker Uni-Klinik, Herbert Tilg, im APA-Interview. In 80 bis 85 Prozent der Fälle sei eine solche Fettleber auf Adipositas, also starkes Übergewicht, sowie auf Typ-2-Diabetes zurückzuführen, erklärte Tilg und verlangte eine „nationale Anstrengung“ in Sachen Prävention.

Coronavirus

Immunologen halten Impfstoff von Novavax auch für Booster gut geeignet

Nach Ansicht von Immunologen eignet sich der neu in der EU zugelassene Impfstoff des US-Herstellers Novavax auch für Booster-Impfungen. „Alles was bislang bekannt ist, deutet darauf hin, dass Novavax wahrscheinlich ein sehr guter Impfstoff ist“, sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstagausgabe).

Wiener Medizinische Tage Vortrag Dr. Florian Götzinger
Coronavirus

„Eine Erkrankung mit einer so angsterfüllten Krankheit ist belastend“

Schulen und Kindergärten haben auch im Lockdown geöffnet und mit Omikron ist eine völlig neue Virusmutation in Österreich angekommen. Nicht nur Eltern fragen sich: Wie gefährdet sind Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie? Wie wichtig ist die Impfung? Florian Götzinger, Leiter der kinderinfektiologischen Ambulanz und Kinderarzt an der Klinik Ottakring, gab in einem Vortrag im Rahmen der Wiener Medizinischen Tage der Ärztekammer für Wien einen Überblick.

Pillen Spritzen iStock
Covid-Medikamente auf dem Prüfstand

Keine bittere Pille

Die Versprechen der Pharmakonzerne an ihre Covid-19-Medikamente sind verheißungsvoll. Die Realität derzeit: Ampullen, Fläschchen, Pillen so weit das Auge reicht. Ein Foto aus einer britischen Intensivstation, das den Tagesbedarf für einen Covid19-Patienten zeigt, kursierte kürzlich im Netz und zeigt: Ein für alle Patientinnen und Patienten zugelassenes Mittel, das speziell das Coronavirus bekämpft, fehlt weiterhin. Warum es schwierig ist, virale Infektionen zu behandeln und welche Präparate gerade hoch gehandelt werden. Der Versuch eines Status Quo.

Birgit Hladschik-Kermer
Doctor-Patient Communication

"Tailor-made instead of scattergun approach"

Not only medicine is undergoing rapid change, but also the way doctors deal and speak with their patients. Nowadays, it is necessary to handle an overflowing flood of information - keyword Doctor Google. And establishing a key position between navigator in team play and expertise without dominance. Part one of the medinlive interview with communication psychologist Birgit Hladschik-Kermer.

JuergenKnoblich_(c)IMBASandra

Stem cell scientist sees obligation to face ethical issues

With his brain organoids, Jürgen Knoblich scored a scientific breakthrough. The technology developed in his laboratory in Vienna is used worldwide and enables research into neurological diseases on human tissue. In an interview with "medinlive," the stem cell pioneer outlines the status quo and potential of organoid research and provides insight into the ethical debate.

Ralph Steinman
Immunologie

Nobelpreisträger Steinman: Zu später Triumph für den lang Unterschätzten

2011 bekam der kanadische Immunologe Ralph Steinman, dessen zehnter Todestag am 30. September war, den „Nobelpreis für Physiologie oder Medizin“ verliehen. Unter anderem erhielt er sie für seine Entdeckung der dendritischen Zellen in den 1970er Jahren. Verbunden ist die Bekanntgabe des Preisträgers auch mit einem wohl einzigartigen Lapsus in der Geschichte des Preises. Steinmans Forschung war übrigens nicht immer so angesehen wie heute.

David Major
Artificial intelligence

Radiologists should keep the threads in their hands

It can process exorbitant amounts of data in a very short time. While artificial intelligence is seen as offering great potential in medicine, the final decision should remain in the hands of medical professionals, says researcher David Major of the Center for Virtual Reality and Visualization (VRVis), who pulls the strings in the background of artificial networks.