Wissenschaft

Coronavirus

Todesfälle: Vorerkrankungen nicht allein entscheidend

Als Konsequenz steigender Infektionszahlen mit SARS-CoV-2 und den daraus resultierenden Covid-19-Erkrankungen nimmt auch die Zahl der Todesfälle wieder zu. Die Zahlen aus der Pathologie belegen: Die meisten Opfer versterben an Covid-19, nicht an ihren Begleiterkrankungen. Stark eingeschränkte Funktionalität verschlechtert die Prognose.

Coronavirus

Oberösterreich: Kritische Lage in Spitälern droht

„Wenn die Infektionszahlen so rasant weiter steigen, dann wird es kritisch in unseren Krankenhäusern. Planbare und nicht unbedingt notwendige Eingriffe müssen dann gestoppt und verschoben werden und Intensivbetten werden knapp", mahnte Stelzer. Das könne bereits in wenigen Wochen geschehen und müsse unter allen Unständen verhindert werden. „Jetzt ist nicht die Zeit für Stadelfeste oder Garagenpartys", meinte er im Vorfeld des Halloween-Wochenendes.

Coronavirus

Drosten: Jetzige Bremse hätte nachhaltigen Effekt

Der deutsche Virologe Christian Drosten hat sich für einen zeitlich begrenzten Lockdown ausgesprochen. „Wenn die Belastung zu groß wird, dann muss man eine Pause einlegen“, sagte der Wissenschafter in der am Dienstag veröffentlichten Folge des „Coronavirus-Update“ von NDR-Info. „Dieses Virus lässt nicht mit sich verhandeln. Dieses Virus erzwingt bei einer bestimmten Fallzahl einfach einen Lockdown.“

Bessere Behandlungsmöglichkeiten beim Leberzellkarzinom

Etwa 900 Menschen erkranken in Österreich jedes Jahr an einem Leberzellkarzinom. Bei etwa einem Drittel ist zum Zeitpunkt der Diagnose keine potenziell heilende Operation möglich. Die schlechten Behandlungsmöglichkeiten soll jetzt eine Kombination von Krebs-Immuntherapie und der Hemmung der Gefäßneubildung im Tumor (Angiogenesehemmung) verbessern, erklärte jetzt Hepatologe Markus Peck-Radosavljevic (Klinikum Klagenfurt) gegenüber der APA.

Impfstoffe

Ergebnis von Pfizer-Studie wohl doch nicht im Oktober

Pfizer wird nun wohl doch nicht noch im Oktober ein Ergebnis seiner fortgeschrittenen Covid-Impfstoffstudie vorlegen können. Der US-Konzern lieferte am Dienstag bei der Vorstellung der Geschäftszahlen weiter keine konkreten Daten zu der Studie des mit der deutschen BioNTech entwickelten Impfstoffes. Das unabhängige Komitee, das über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, habe noch keine Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit ermittelt.

Coronavirus

Virologin Puchhammer über Patienten-Anstieg besorgt

Die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl sieht den starken Zuwachs an Corona-Patienten, die im Spital aufgenommen werden müssen, mit Sorge. “Die Zunahme ist schon besorgniserregend“, vor allem müsse man den Zeitablauf bedenken, sagte sie am Dienstagabend in der “ZiB 2“. Denn: “Die Intensivbetten und die Belegung der Spitalbetten entspricht ja der Infektion, die vor zwei bis drei Wochen stattgefunden hat und reflektiert noch gar nicht die Zahlen die wir heute haben."

Coronakrise

AstraZenecas Vakzine in Studie ermutigend

Der potenzielle Corona-Impfstoff des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca hat laut einem Zeitungsbericht erfolgsversprechende Ergebnisse in der klinischen Entwicklung erzielt. Bei älteren Menschen, der Gruppe mit dem höchsten Risiko schwerer Krankheitsverläufe, sei eine „robuste Immun-Reaktion“ entstanden, berichtete die „Financial Times“ am Montag unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen.

Viren Virus
Coronavirus

Zwei neue SARS-CoV-2-Varianten in Norwegen

In Norwegen sind zwei Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 aufgetreten, die in dem Land bisher nicht festgestellt worden waren. Die Gesundheitsbehörde FHI (Folkehelsemyndigheter) untersucht nun, ob diese Varianten schneller übertragbar sind. Abteilungsleiterin Line Vold sagte am Donnerstag dem Norwegischen Rundfunk NRK, Analysen des genetischen Materials zeigten, dass beide Typen sich sehr ähnlich seien.

Autoimmunerkrankungen

Warum eine gute Immunabwehr Multiple Sklerose fördern kann

Fitte T-Lymphozyten sind in der Regel ein Segen, denn sie steuern die Immunabwehr. Manchmal sind sie freilich kontraproduktiv, wie Zürcher Forscher jetzt zeigen: Eine Gruppe, die das Epstein-Barr-Virus bekämpft, greift auch das Hirn an und löst Multiple Sklerose aus.

MedUni Wien

Rolle von Vitamin A und Kälte bei Fettverbrennung identifiziert

Eine kalte Umgebung lässt den Vitamin-A-Spiegel im Körper ansteigen, der wiederum die Fettverbrennung ankurbelt. Details zu diesem Vorgang haben nun Forscher der MedUni Wien nachgewiesen, was auf einen Ansatz in der Behandlung von Adipositas hoffen lässt. Eine einfache Einnahme von Vitamin-A-Präparaten ist jedoch nicht zielführend, betonte Florian Kiefer von der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel in einer Aussendung der MedUni.

Impfung Spritze Impfen Impfstoff
Coronavirus

Studie: Mehrheit der Bevölkerung würde Impfstoff nehmen

Die meisten Menschen würden sich einer weltweiten Studie zufolge auf Empfehlung ihrer Regierung oder ihres Arbeitgebers gegen Covid-19 impfen lassen. 71,5 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie sehr oder eher wahrscheinlich einen Corona-Impfstoff nehmen würden. 61,4 Prozent erklärten, sie würden eine entsprechende Empfehlung ihres Arbeitgebers akzeptieren.

Desinfektionsmittel
Coronavirus

Coronavirus überlebt fünf Mal so lange auf Haut wie Grippevirus

Das neuartige Coronavirus kann laut einer Studie japanischer Forscher fünf Mal so lange auf der menschlichen Haut überleben wie das Grippevirus. Der in der Fachzeitschrift „Clinical Infectious Diseases“ veröffentlichten Studie zufolge bleibt das Virus SARS-CoV-2 bis zu neun Stunden aktiv, während das die Grippe auslösende Influenza-A-Virus nur 1,8 Stunden überlebt.

Viren Virus
Killernews

Natürliche Killerzellen können sich wider Erwarten an Viren erinnern

In der menschlichen Leber sind „natürliche Killerzellen“ stationiert, die von Viren befallene oder entartete Zellen pauschal töten. Eine spezielle Einheit davon eliminiert aber nur Zellen, die mit bestimmten Erkennungszeichen von Viren (Antigenen) in Kontakt kamen und erinnert sich an diese Einsätze, berichten Wiener Forscher. Man könnte sie in Impfstrategien gegen Infektionen und Viren einbinden, erklären sie im Fachmagazin „Science Immunology“.

Corona-Medikament

Ernüchternde WHO-Ergebnisse zu Remdesivir

Mehrere in weltweiten Testreihen überprüfte, potenzielle Corona-Medikamente haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wenig oder keinen Nutzen gezeigt. Darunter ist auch ein Mittel, das US-Präsident Donald Trump nach seiner Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 erhielt: Remdesivir. Das Arzneimittel ist auch in Europa zur Therapie von Covid-19 zugelassen.

Corona-Impfstoff

Erfolgreiche Zwischenbilanz bei chinesischen Impfstoff

Einer der vielversprechendsten chinesischen Impfstoff-Kandidaten hat in Tests bei Menschen die Produktion von Antikörpern ausgelöst und ist bisher frei von Nebenwirkungen. Das berichten Forscher. Der Impfstoff „BBIBP-CorV“ ist vom Pekinger Institut für biologische Produkte entwickelt worden. Anerkannt wird er erst, wenn er erfolgreich die sogenannten Phase-III-Studien durchläuft.

Pneumologenkongress

Exakte Analyse von Lungenkrebs immer wichtiger

Bei Lungenkrebs ist das Entscheidende für den Erfolg der Therapie immer mehr eine genaue pathologische Untersuchung und Analyse des Tumors. Jeder Krebs sei anders, aber die grundlegenden Mechanismen werden laufend besser verstanden, betonte die Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) am Donnerstag bei ihrer Jahrestagung. Die Kenntnis von neuen Biomarkern und die Entwicklung dazupassender Therapien erhöhe die Überlebenszeit und verbessere die Lebensqualität der Patienten zunehmend.