Wissenschaft

Coronavirus

Zulassung von Remdesivir gegen Covid-19 verzögert sich

Die Zulassung des Mittels Remdesivir gegen Covid-19 auf dem europäischen Markt verzögert sich. Das Pharmaunternehmen Gilead habe bisher noch keinen Zulassungsantrag gestellt, teilte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Freitag in Amsterdam mit. Damit werde aber in Kürze gerechnet. Je nach Qualität der vorliegenden Daten sollte dann schnell eine Entscheidung fallen.

Hydroxychloroquin und Antibiotikum
Coronavirus

Wissenschafter kritisieren Studie zu Hydroxychloroquin

Dutzende Forscher aus der ganzen Welt haben sich besorgt über eine unlängst veröffentlichte Studie zum Einsatz von Hydroxychloroquin als Corona-Medikament geäußert, die die WHO zur Aussetzung klinischer Tests mit dem Malariamittel veranlasste. Die Studie sei von „vielen Wissenschaftern rings um die Welt im Detail geprüft“ worden, hieß es in einem am Donnerstagabend veröffentlichten offenen Brief.

Lehren aus Corona

Ärztekammerpräsident warnt vor gewinnorientiertem Gesundheitssystem

„Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten sehr klar die Stärken und Schwächen unseres Gesundheitssystems aufgezeigt. Resümierend möchte ich betonen, dass die positiven Aspekte überwiegen und die Ärztinnen und Ärzte wie auch das gesamte Gesundheitspersonal hervorragende Arbeit geleistet und dafür gesorgt haben, dass Österreich gut aus der Krise herausgekommen ist“, betont Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Dennoch gebe es etliche Punkte, an denen für die Zukunft nachgeschärft werden müsse, wie auch eine aktuelle Studie der deutschen Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina aus Halle bestätigt.

Coronavirus

Krebspatienten und Diabetiker mit erhöhtem Sterberisiko

Krebs- und Diabetes-Patienten haben zwei Studien zufolge ein deutlich höheres Risiko, bei einer Corona-Erkrankung zu sterben, als andere Covid-19-Patienten. Einer französischen Studie zufolge starb jeder zehnte Covid-Patient mit Diabetes innerhalb der ersten sieben Tage nach seiner Verlegung in ein Krankenhaus. Bei Krebspatienten ist die Sterberate doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt, wie eine weitere, in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Studie ergab.

Der wehrhafte Virologe

Am Donnerstag setzte Christian Drosten einen Schlag, der seine Wehrhaftigkeit zeigt: Nach einem Angriff des in der Corona-Krise immer wieder mit kritischen Äußerungen für Aufmerksamkeit sorgenden Wissenschaftlers Alexander Kekulé twitterte der Chefvirologe der Berliner Charité und einflussreiche Regierungsberater: „Kekulé selbst könnte man nicht kritisieren, dazu müsste er erstmal etwas publizieren“ - eine vernichtende Beurteilung der fachlichen Autorität des Professors aus Halle.

Schule_MNS
Coronavirus

Dänemark und Finnland: Keine vermehrten Neuinfektionen nach Schulöffnung

In Dänemark und Finnland hat die Öffnung der Schulen nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden nicht zu einer wieder stärkeren Ausbreitung des Coronavirus geführt. Die teilweise Rückkehr der Schüler habe nicht dafür gesorgt, dass es mehr Infektionen unter den Schülern gegeben habe, sagte Peter Andersen, Arzt am Dänischen Serum-Institut (SSI) am Donnerstag unter Berufung auf neue Daten.

Impfen Impfstoff
Coronavirus

Glaxo will eine Milliarde Dosen Impfstoff-Adjuvans herstellen

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) hat seine Absicht bestätigt, im kommenden Jahr eine Milliarde Dosen seines Pandemie-Impfstoff-Adjuvans herzustellen. Damit könne die Entwicklung von mehrfach adjuvierten Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 unterstützt werden, hieß es in einer Aussendung des Gesundheitsunternehmens vom Donnerstag.

Ärzteteam operiert Buben
Coronavirus

Weniger Gewinn bei deutschem Klinik-Konzern Asklepios wegen Corona

Für den führenden deutschen Klinik-Konzern Asklepios bedeutet die Coronapandemie weniger Behandlungen im stationären und ambulanten Bereich und rückläufige Gewinne. In den ersten drei Monaten sank die Zahl der Patienten um 4,1 Prozent auf rund 583.000 Personen, teilte der Konzern am Donnerstag in Hamburg mit.

Corona Kurve
Coronavirus

Lockdown eine Woche später hätte Zahl der Infizierten vervierfacht

Am 16. März hat in Österreich der Lockdown zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie begonnen. Hätte man aber sieben Tage später reagiert, wäre es in etwa zu einer Vervierfachung der positiv getesteten Fälle gekommen. Darüber hinaus wären knapp über 1.000 Intensivbetten belegt gewesen, erläuterte der Simulationsexperte Niki Popper von der Technischen Universität (TU) Wien am Donnerstag.

Wiener Forschungsprojekt Maske Filter 3D Druck
Wiener Forschungsprojekt

Quantenphysiker lieferten Idee für begehrte FFP3-Masken

Quantenphysiker der Uni Wien haben mit ihrer Idee und Initiative die Basis für die heimische Produktion der in der Corona-Pandemie begehrten Filtereinheiten für FFP3-Masken gelegt, die den Träger vor Viren schützen. In Kooperation mit der Medizin-Uni Wien, den Wiener Stadtwerken und dem Krankenanstaltenverbund wurde das Projekt so weiterentwickelt, dass nun eine Massenproduktion starten könnte.

Ausbreitung des Coronavirus

Deutsche Orte mit Nähe zu Ischgl mehr betroffen

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat in einer Studie die Auswirkung der Nähe deutscher Städte und Gemeinden zu Ischgl auf die Infektionsrate untersucht. Es wurde gezeigt, je näher die Orte am Tiroler Skiort sind, desto stärker waren sie vom Coronavirus betroffen, berichtete „Spiegel Online“.

Rauchwolke
Weltnichtrauchertag

Raucher durch Corona mehr gefährdet

Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai hat die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) am Mittwoch die wichtigsten Erkenntnisse rund um das Coronavirus zusammengefasst. Als gesichert gilt, dass aktive Raucher, die an Covid-19 erkranken, ein weitaus größeres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf mit Komplikationen aufweisen.

Coronavirus _ Labor _ Petrischale _ Coronatest

Siemens-Medizintechniktochter will groß ins Antikörper-Testgeschäft

Die Medizintechniktochter von Siemens will groß ins Geschäft mit Antikörper-Tests zur Erkennung des Coronavirus einsteigen. Siemens Healthineers könne die Produktion der Proben ab Juni nach Bedarf bis auf 50 Millionen pro Monat hochfahren, teilte das deutsche Unternehmen am Dienstag in Erlangen mit.

Coronavirus

Erbgutvarianten spiegeln Ausbreitung in Österreich wider

Wissenschafter konnten bisher das Genom von 216 SARS-CoV-2-Viren in Österreich entschlüsseln. Die Verteilung der Virus-Varianten passe gut zu der Entwicklung der bis dato in Österreich festgestellten mehr als 250 Häufungen von Fällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums in bestimmten Regionen (Cluster). Die heimischen DNA-Daten des wandelbaren Virus sind ab sofort online einsehbar.

Coronavirus

Merck verstärkt Impfstoff-Suche mit Übernahme in Wien

MSD, ein Unternehmen der US-amerikanischen Merck & Co, übernimmt den Wiener Impfstoffspezialisten Themis. Die Übernahme soll die Entwicklung des COVID-19-Impfstoffkandidaten von Themis beschleunigen, teilte MSD am Dienstag mit. Das Präparat befinde sich in der präklinischen Entwicklung, die klinischen Studien sollen noch heuer beginnen.

Kindergarten
Coronavirus

Deutsche Studie: Kein hohes Infektionsrisiko für Kinder

Im deutschen Bundesland Baden-Württemberg sollen spätestens ab Ende Juni Volksschulen und Kindertagesstätten öffnen. Die Landesregierung stützt sich dabei auf erste Ergebnisse einer Untersuchung der Universitätskliniken Heidelberg, Freiburg und Tübingen, die Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vorstellte. Kinder unter zehn Jahren haben demnach offenbar kein besonderes Infektionsrisiko.