Gesellschaft

Afrika
Coronavirus

Vom Mangel zum Überfluss: Afrikaner wollen keine Corona-Impfung mehr

In der der Mamprobi-Klinik in Ghanas Hauptstadt Accra herrscht reger Betrieb. Es ist laut, Kinder klettern über ihre Mütter, während sie auf ihre Masernimpfung warten. In einem für Corona-Impfungen reservierten Bereich draußen herrscht dagegen gähnende Leere. Eine Frau, die darauf wartet, dass ihre Tochter geimpft wird, ist sich des Risikos durchaus bewusst, das die Masern mit sich bringen. Aber Covid-19? Sie hat noch nie von einem einzigen Fall gehört.

Entlassungen

Entlassungen nach mutmaßlichen Malversationen in NÖ Landeskliniken

Für Wirbel sorgen mutmaßliche Malversationen in niederösterreichischen Landeskliniken. Ein Küchenchef soll laut „Heute“ Lebensmittel über ein Spital für seine Cateringfirma bestellt sowie frische Produkte abgezweigt und dafür alte, noch genießbare Lebensmittel verkocht haben. Ein Mitarbeiter soll ihm Ware nach Hause geliefert haben. Zwei Beschäftigte wurden laut Landesgesundheitsagentur (LGA) entlassen, eine Anzeige werde geprüft. Die FPÖ verlangte am Mittwoch Aufklärung.

Strafverfahren

Missbrauchsprozess gegen burgenländischen Arzt vertagt

Der Prozess gegen einen 46-jährigen Arzt, der drei Frauen in der Aufwachphase nach einer Sedierung sexuell missbraucht haben soll, ist am Dienstag am Landesgericht Eisenstadt auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Der Chirurg und Allgemeinmediziner soll nach Magen- und Darmspiegelungen zu den Patientinnen in den Aufwachraum gegangen sein und sie berührt haben. Er bekannte sich nicht schuldig und erklärte die Vorwürfe mit „sexuellen Halluzinationen“.

Säuglingsnahrung

Babynahrung in den USA wird knapp: Europäische Hersteller helfen aus

Wegen der Engpässe bei Babynahrung in den USA sind die führenden europäischen Hersteller Reckitt Benckiser und Nestle eingesprungen. Die beiden Konzerne teilten am Dienstag mit, mehr Babynahrung als gewöhnlich in die USA zu exportieren. Nestle fliege Babynahrung aus den Niederlanden und der Schweiz in die USA.

Fiaker Wien

Fiaker: Wien will über Hitzegrenze und nicht über Verbot reden

Die Stadt Wien ist vom jüngsten Vorstoß des für Tierschutz zuständigen Ministers Johannes Rauch (Grüne), über ein Verbot von Fiakern zumindest nachzudenken, überrascht. Zwar gebe es schon länger Gespräche darüber, die Hitzegrenze für Fiakerpferde von 35 auf 30 Grad herabzusetzen, dabei sei ein Verbot der Fuhrwerke bisher nie Thema gewesen. Geht es nach der Stadt, soll es vorerst dabei bleiben.

Rotes Kreuz: Österreich bei Entwicklungshilfe säumig

Das Rote Kreuz hat Versäumnisse der Bundesregierung im Bereich Entwicklungshilfe (EZA) kritisiert. Das Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik (2022-24) sei immer noch nicht beschlossen worden, obwohl dies schon Ende des Vorjahres hätte geschehen sollen, teilte die Hilfsorganisation am Dienstag mit. Damit wäre auch eine „substanzielle Erhöhung“ der öffentlichen EZA (ODA) verbunden, betonte Rotkreuz-Generalsekretär Michael Opriesnig. Etliche NGOs schlossen sich dem Appell an.

Sandstürme

Tote sowie Hunderte mit Atemnot im Irak und Syrien

Schwere Sandstürme haben im Irak die Hauptstadt Bagdad erneut in orangefarbenen Dunst gehüllt und im benachbarten Syrien laut Aktivisten zu mehreren Todesopfern geführt. Im Osten Syriens kamen sieben Menschen ums Leben, darunter zwei Kinder, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mitteilte. Die starken Winde hätten in der Provinz Dair as-Saur Bäume entwurzelt und Stromausfälle verursacht.

Bier

Deutsche Ärztekammer fordert Werbeverbot für Alkohol

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ein Werbeverbot für Alkohol gefordert. „Der Alkoholkonsum fordert Jahr für Jahr rund 74.000 Todesopfer allein in Deutschland“, erklärte BÄK-Präsident Klaus Reinhardt am Montag. Diese Tatsache dürften die politischen Entscheidungsträger nicht länger ignorieren. „Sie müssen endlich wirksame Maßnahmen ergreifen, um den Alkoholkonsum zu senken.“

Italien
Wetter

Hitzewelle in Italien mit bis zu 34 Grad

Italien stöhnt unter der ersten Hitzewelle des Jahres. Wegen eines afrikanischen Hochdruckgebiets, das Meteorologen „Hannibal“ bezeichnen, werden in dieser Woche für Mai unübliche Spitzenwerte von bis zu 34 Grad erwartet. Das Hochdruckgebiet dehnt sich zunehmend auf Italien aus, unterstützt von warmen Luftmassen.

Coronavirus

WHO: Über zwei Millionen Tote in Europa seit Pandemie-Beginn

In Europa hat die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie die Schwelle von zwei Millionen überschritten. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag in Kopenhagen mitteilte, meldeten die 53 Länder und Gebiete, für die das WHO-Regionalbüro für Europa zuständig ist, insgesamt 2.002.058 Todesfälle an die Weltgesundheitsorganisation.

Corona-Ampel

Gelb scheint die neue Modefarbe zu sein

Burgenland, Kärnten und Tirol sind die einzigen Bundesländer, in denen noch hohes Corona-Risiko herrscht. Sie wurden nach der Sitzung der zuständigen Kommission heute auf der Corona-Ampel „orange“ geschalten. Alle anderen Länder sowie der Bundesstaat stehen auf „gelb“, also auf mittlerem Risiko. Relativiert werden die weiter sinkenden Infektionszahlen unverändert durch die wenigen Tests.

Deutschland

RKI registriert 88 961 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 502,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 502,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 507,1 gelegen (Vorwoche: 566,8 Vormonat: 1087,2). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Gerichtssache

Zwilling im Mutterleib totgespritzt - Bewährungsstrafen gegen Ärzt:innen

Zwei Ärzte setzten während einer Zwillingsgeburt tödliches Kaliumchlorid ein, weil nur das gesunde Kind leben sollte. Fast zwölf Jahre später hat das Berliner Landgericht am Donnerstag zum zweiten Mal in dem Fall geurteilt. Es ist für die Mediziner:innen - einen Mann und eine Frau - bei Bewährungsstrafen geblieben. Gegen einen damaligen Chefarzt ergingen ein Jahr und sieben Monate Haft auf Bewährung, eine Oberärztin erhielt ein Jahr und vier Monate auf Bewährung. Den Schuldspruch gegen die beiden Frauenärzt:innen wegen gemeinschaftlichen Totschlags in einem minderschweren Fall hatte der Bundesgerichtshof (BGH) bereits im November 2020 bestätigt.

Gerichtssache

Nach Tumult im Krankenhaus Kirchdorf: Familienmitglieder angeklagt

Gegen fünf Angehörige einer 67-Jährigen Covid-Patientin, die im Dezember vergangenen Jahres auf der Intensivstation des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Kirchdorf verstorben ist, ist nun Strafantrag eingebracht worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Steyr bestätigte einen entsprechenden Bericht des „Oö. Volksblatts“ (Freitag-Ausgabe).

Ukraine-Krieg

UNO-Menschenrechtschefin: Mögliche Kriegsverbrechen in der Ukraine

In der Ukraine werden nach UNO-Angaben seit Beginn des russischen Angriffskriegs „ungeheure Menschenrechtsverletzungen“ begangen. „Das Ausmaß illegaler Hinrichtungen einschließlich der Hinweise auf Massenexekutionen in den Gebieten nördlich von Kiew ist schockierend“, sagte die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, am Donnerstag zu Beginn einer Sondersitzung des UNO-Menschenrechtsrats in Genf. Es lägen inzwischen bereits Informationen über 300 Fälle vor.

Kind traurig Kinder
Kinderarbeitsreport

Kindeswohl durch Pandemie stark bedroht

Die Corona-Pandemie hat in vielen Regionen der Welt die Lebensbedingungen von Kindern einem aktuellen Report zufolge deutlich verschlechtert. Für Millionen von ihnen habe COVID-19 Hunger, Armut und das Ende von Bildungschancen bedeutet, warnte die internationale Kinderhilfswerk terre des hommes mit Blick auf ihren am Donnerstag vorgestellten Kinderarbeitsreport 2022.