Wissenschaft

Coronavirus

„Eine Reininfektion ist ziemlich unwahrscheinlich"

Fast 390.000 Menschen haben sich in Österreich seit Beginn der Covid-19-Pandemie labormäßig bestätigt mit SARS-CoV-2 infiziert bzw. wurde deren Infektion im Rahmen von Krankheitssymptomen nachgewiesen. Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass sie danach zumindest sechs bis acht Monate immun bleiben. Dies erklärte Daniela Weiskopf vom La Jolla Institute for Immunology (USA) bei einem AGES-Online-Expertengespräch und bestätigt damit eine englische Studie, die sich aber noch im Peer-Review-Verfahren befindet.

Viren Infektion Covid-19
Studie

Nach Infektion fünf Monate geringe Neu-Ansteckungsgefahr

Die Wahrscheinlichkeit, sich nach einer Coronavirus-Infektion erneut anzustecken, ist laut einer neuen Studie aus Großbritannien zumindest binnen fünf Monaten äußerst gering. Für die Studie untersuchten Wissenschafter der Gesundheitsbehörde Public Health England 6.614 Beschäftigte im Gesundheitswesen, die zwischen Juni und November positiv auf Corona-Antikörper getestet worden waren.

Fundstück

Protokolle über Röntgens Vortrag zur X-Strahlung aufgetaucht

Rund 125 Jahre nachdem der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen erstmals die Erfindung seiner später nach ihm benannten Strahlen öffentlich vorgestellt hatte, sind handschriftliche Protokolle über diesen Vortrag aufgetaucht. „Wertvoll und einzigartig“ seien diese Protokolle, sagte Hans-Günter Schmidt, Leitender Direktor der Universitätsbibliothek Würzburg. Es sei der einzige öffentliche Vortrag gewesen, den Röntgen je über seine X-Strahlung gehalten habe.

Corona-Impfstoff

Bislang keine Hinweise auf vermehrte Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen

Das bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bislang keine Hinweise auf möglicherweise vermehrt auftretende Nebenwirkungen bei Impfungen gegen das Coronavirus. Bis Sonntag seien ihm 325 Verdachtsfälle gemeldet worden, teilte das PEI am Donnerstag im hessischen Langen mit. 51 Fälle davon seien als schwerwiegend einzuschätzen. Die Werte seien konsistent zu den Daten aus den klinischen Zulassungsstudien und zudem statistisch unauffällig.

Coronavirus-Impfstoff

Rückkehr in Schulen ab 25. Jänner, aber nur Schichtbetrieb

Die eigentlich für kommenden Montag (18. Jänner) geplante Rückkehr der Schüler in die Klassenzimmer wird um eine Woche verschoben, heißt es aus dem Bildungsministerium zur APA. Das Distance Learning wird um eine Woche verlängert, die Kinder können bis dahin nur für Tests oder Schularbeiten bzw. zur Betreuung in die Schulen kommen. Ab 25. Jänner soll der Unterricht dann wieder in den Schulen stattfinden, allerdings nur im Schichtbetrieb und mit weiteren Vorsichtsmaßnahmen.

Coronavirus

Immunisierungen für andere Krankheiten nicht vergessen

In der erfreulichen Situation des Impfstarts gegen das Coronavirus und der gleichzeitigen anhaltenden Einschränkungen durch die Pandemie sollte nicht auf Impfungen gegen weitere Krankheiten vergessen werden. Auch Influenza-Impfstoff stehe noch zur Verfügung, wurde am Mittwoch in einem Pressegespräch von Gesundheitsexperten betont. Diese wollen bei den Corona-Vakzinen verstärkt auf Aufklärung setzen, berichtete die Vakzinologin Ursula Wiedermann-Schmidt von der MedUni Wien.

Schweizer Studie

Wer KI widerspricht, ist juristisch nicht unbedingt geschützt

Ärztinnen und Ärzte, die künstlicher Intelligenz (KI) bei der Wahl einer Behandlung widersprechen, sind vor Geschworenengerichten nicht unbedingt geschützt. Selbst dann nicht, wenn die KI einen vom medizinischen Standard abweichenden Vorschlag macht. Das haben ETH-Forschende anhand eines juristischen Experiments herausgefunden, wie die Hochschule mitteilte.

Coronavirus

Kollaritsch: Covid-Vakzine „besser“ als andere Impfungen

Die Covid-19-Impfung wird laut dem Wiener Impfspezialisten Herwig Kollaritsch im Vergleich zu den bekannten Immunisierungen die „beste“ sein, was ihren Nutzen angeht. Sie wird aber zunächst nur den Einzelnen schützen - wie z.B. die FSME-Impfung. Personen, die eine symptomatische Covid-19-Erkrankung überstanden haben, seien zumindest sechs Monate lang immun. Dies erklärte Kollaritsch am Dienstagabend bei einer Online-Fortbildungsveranstaltung der Österreichischen Ärztekammer.

Corona-Impfstoff

Valneva vor Vertrag mit EU-Kommission

Das französisch-österreichische Biotech-Unternehmen Valneva befindet sich nach eigenen Angaben in fortgeschrittenen Gesprächen mit der EU-Kommission über die Lieferung von bis zu 60 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffkandidaten VLA2001. Das Präparat sei der derzeit in Europa einzige inaktivierte Covid-Impfstoffkandidat in klinischer Entwicklung. Sollte diese erfolgreich sein, könnte eine erste Zulassung im 2. Halbjahr 2021 gewährt werden.

Alzheimer

Eli Lilly macht Fortschritt bei Alzheimer-Mittel

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly macht Fortschritte beim Alzheimer-Medikament Donanemab. Wie Eli Lilly in Indiapolis (US-Bundesstaat Indiana) am Montag mitteilte, konnte Donanemab 18 Monate nach der Einnahme die Abnahme der kognitiven Leistung der Testkandidaten um 32 Prozent verlangsamen verglichen mit Menschen, denen Placebo-Produkte verabreicht worden waren. Mit 272 nahm eine geringe Anzahl von Kranken an der Untersuchung teil.

Coronavirus

„Schutzhimmel“ für Arbeitsplätze entwickelt

Das deutsche Fraunhofer-Institut hat einen „Schutzhimmel“ für Menschen entwickelt, die etwa an der Kassa oder an einem Schalter arbeiten und sich deshalb besonders leicht mit dem Coronavirus infizieren können. Am Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) wurde eine Art Luftschleuse gebaut, die Arbeitsplätze durch einen steten Luftstrom von der Umgebungsluft abschirmt, wie die Fraunhofer-Gesellschaft in München am Montag mitteilte.

Coronavirus

Virologe Krammer skeptisch zu verzögerter zweiter Impfdosis

Ideen zur verzögerten Gabe einer zweiten Impfdosis gegen das SARS-CoV-2-Virus sieht der in New York arbeitende österreichische Virologe Florian sehr kritisch. In einigen Ländern sei aktuell schon mehr Impfstoff da als tatsächlich verimpft wird. Man sollte daher „zuerst Vorhandenes an den Mann bringen", bevor neue Impfschemen diskutiert werden, zu denen auch wichtige Daten fehlen, sagte Krammer am Montag.

Coronavirus

Wiens Spitäler bereiten sich auf Impfstart vor

Zwar wurden - zum Teil durchaus medienwirksam - schon erste Corona-Vakzine in Wiens Spitälern verabreicht. In größerem Rahmen werden die Impfungen in den Krankenhäusern aber ab morgen, Dienstag, durchgeführt. Die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gang. Den Auftakt macht das Allgemeine Krankenhaus.

Riechstörung: Forscher untersuchen Einfluss von Mikroben und Training

Ein gestörter Geruchssinn bis hin zum vollständigen Verlust gehört zu den häufigsten Symptomen einer Coronavirus-Infektion, aber auch zahlreicher weiterer Erkrankungen. Welchen Einfluss Mikroorganismen in der Nase auf den Geruchssinn haben und wie sich Veränderungen der Riechfähigkeit in der Gehirnaktivität abbilden, erforschen Experten vom Institut für Psychologie der Uni Graz gemeinsam mit der Med-Uni Graz. Gegen die Einschränkung dürfte ein Riechtraining helfen.

Spezielle Gruppe von Immunzellen verlängern Grippeviren-Abwehr

Basler Forschende haben eine Gruppe von Helferzellen des Immunsystems in Mäusen entdeckt, die sich nach einer Infektion in der Lunge langfristig ansiedeln. Diese unterstützten das Immunsystem beim Kampf gegen einer erneute Infektion mit einem mutierten Grippevirus.

Progeria-Forschung

Gelungene Behandlung von genetisch bedingter vorzeitiger Alterung

US-Wissenschafter haben erfolgreich Progeria bei Mäusen durch Gentherapie behandelt. Progeria ist ein seltener Gendefekt, der Kinder rasend schnell altern lässt. Mäuse mit der Genmutation wurden von Forschern der Harvard-Universität und dem Nationalen Gesundheitsinstitut in Bethesda mit einem Verwandten des Gen Editors CRISPR behandelt. Dieser behob den Fehler in der DNA der erkrankten Mäuse.