Wissenschaft

Medikamente

Biotech-Branche wächst rasant

In Deutschland kommen immer mehr biotechnologisch hergestellte Medikamente für Patienten auf den Markt. 2018 sei die Rekordzahl von 38 dieser Arzneien zugelassen worden, teilte der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) am Dienstag in Frankfurt mit.

Psychische Erkrankungen

Antidepressiva erhöhen möglicherweise Suizidrisiko

Antidepressiva brauchen einige Zeit, bis sie die gewünschte Wirkung entfalten. Zu Beginn der Behandlung können sie eventuell ein Suizidrisiko sogar erhöhen. Eine Re-Analyse bereits vorhandener Studien durch Autoren aus Zürich und Salzburg könnte das nahelegen.

Depression
Deutschland

Onlineprogramme gegen Depressionen teilweise hilfreich

Einige Onlineprogramme gegen Depressionen können Betroffenen durchaus helfen. Die deutsche Verbraucherorganisation Stiftung Warentest prüfte für ihre Zeitschrift „test“ insgesamt acht Angebote und stufte vier davon als empfehlenswert ein. Sie überzeugten demnach beim Konzept, auch Studien hätten die Wirksamkeit der Programme belegt.

Neues CD-Labor will Knochen mit dem 3D-Drucker herstellen

An einem neuen Christian‐Doppler‐Labor an der Technischen Universität (TU) Wien wollen Wissenschafter gemeinsam mit Unternehmen erforschen, wie man mit Hilfe von 3D‐Druckern Knochen herstellen kann. Diese sollen als individuell angepasste Knochenimplantate etwa nach Unfällen eingesetzt werden. Im Fokus der Arbeit des am Dienstag eröffneten Labors steht dabei die Suche nach geeigneten Materialien.

Hirnschlag

Wachstumsfaktor für neue Blutgefäße entdeckt

Schweizer Forscher haben in einer Studie mit Mäusen gezeigt, dass das Signalmolekül Nogo-A nach einem Hirnschlag ein vielversprechender Angriffspunkt ist, um die Reparatur von Blutgefäßen im betroffenen Hirnareal zu fördern. Dadurch lassen sich Bewegungsstörungen in Folge des Hirnschlags reduzieren, berichten sie im Fachblatt  „PNAS".

 

Sport

Darmbakterien als legales Doping

Bestimmte Darmbakterien können die sportliche Leistung steigern. Das schreiben US-amerikanische Forscher um Aleksandar Kostic vom Joslin Diabetes Center in Boston (Massachusetts, USA) im Fachblatt „Nature Medicine", nachdem sie Stuhlproben von Marathonläufern analysiert haben. Dabei fiel auf, dass sich Bakterien der Gattung Veillonella eine Woche nach dem Lauf stark vermehrt hatten.

„Baummann“ in Bangladesch will überwucherte Hände amputieren lassen

Nach mehr als 25 Operationen und einem schweren Rückfall will Bangladeschs „Baummann“ seine von rindenartigen Wucherungen entstellten Hände amputieren lassen. „Ich halte den Schmerz nicht mehr aus und kann auch nachts nicht mehr schlafen. Ich habe die Ärzte deshalb gebeten, meine Hände abzutrennen, das gibt mir wenigstens ein wenig Linderung“, sagte Abul Bajandar am Montag.

Deutschland

Arzt soll Kinder an Uni-Klinik bei Untersuchungen missbraucht haben

Ein inzwischen gestorbener Assistenzarzt hat am Universitätsklinikum des Saarlandes bis 2014 womöglich mehrere Kinder bei Untersuchungen sexuell missbraucht. Es bestehe der Verdacht, dass er in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie nicht medizinisch notwendige Untersuchungen im intimen Bereich an Kindern vorgenommen habe, sagte der Sprecher des Universitätsklinikums des Saarlandes am Montag.

Deutschland

Rezeptfreie Medikamente: Ein Viertel fällt durch

Eins von vier rezeptfreien Medikamenten ist laut Stiftung Warentest nicht empfehlenswert - darunter auch bekannte Mittel und viele Kombipräparate mit mehreren Inhaltsstoffen. „Nur weil ein Arzneimittel in Deutschland zugelassen ist, muss es nicht empfehlenswert sein", erklärte am Montag Gerd Glaeske, Pharmazeut und Experte der Stiftung Warentest.

Forscher sehen Blutkrebs-Schlüsselprotein beim Gefährlich werden zu

Verändert sich das Erbgut von Immunzellen, kann das zu einer sehr aggressiven Blutkrebs-Form führen. Einem Schlüsselprotein, das hier eine wichtige Rolle spielt, hat ein Forscherteam mit Beteiligung aus Wien nun mit einem neuen methodischen Ansatz bei der Verwandlung zugesehen. Lediglich eine einzelne DNA-Veränderung macht es gefährlich.

Wie das Hormon Leptin die Leber zum Fettexport anregt

Forscher der MedUni Wien haben entschlüsselt, wie der Botenstoff Leptin die Leber zum Fettexport anregt und die Fettproduktion in dem Organ verringert. Dies passiert durch die Aktivierung von Neuronen im Hirnstamm.

Schlafforschung
Schlafmedizin

Österreich schläft lang, aber schlecht

Die Quantität stimmt, doch es hapert in Österreich beim Schlaf an der Qualität, berichteten Salzburger Forscher. Die meisten Leute schlummern zwar nächtens ausreichend lange, nicht einmal ein Drittel stuft sich jedoch selbst als „guten Schläfer" ein. Probleme mit der Nachtruhe sind bei vielen Betroffenen ein langwieriges Problem.

Elektrosmog

Hochspannungsleitung „mögliches" Leukämie-Risiko für Kinder

Von Hochspannungsleitungen geht laut der französischen Gesundheitsbehörde Anses ein „mögliches" Leukämie-Risiko für Kinder aus. Die Experten raten in einer am Freitag veröffentlichten Studie „vorsorglich" davon ab, „neue Schulen in der Nähe von Hochspannungsleitungen" zu errichten.

„Schaufensterkrankheit"

Gefäßscreening verhindert Todesfälle

Eine aktuelle Studie aus Dänemark belegt, dass mit Gefäßscreening, Lebensstilmodifikation und Medikamente vorzeitige Todesfälle durch die sogenannte Schaufensterkrankheit (PAVK) leicht verhindert werden könnten. Die Österreichische Gesellschaft für Internistische Angiologie (ÖGIA) fordert daher die Einführung eines PAVK-Screenings in Österreich gefordert.

Rauchverbot

32.400 Spitalsaufenthalte pro Jahr weniger

Je früher das Gastro-Rauchverbot kommt, desto besser ist es für die Gesundheit der Österreicher. Eine Modellrechnung steirischer Experten hat gezeigt, dass die Maßnahme allein schon innerhalb einer Woche 623 Spitalsaufenthalte weniger bedeuten würde.

 

Spritze Oberarm
Impfen

Skepsis in reichen Ländern am Größten

Menschen in Ländern mit hohen Einkommen haben weltweit am wenigsten Vertrauen in Impfungen. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Elf Prozent der Österreicher widersprachen, dass Impfungen wirksam sind, zwölf Prozent finden sie nicht wichtig für Kinder. In ganz Westeuropa glauben fälschlicherweise 22 Prozent, dass Impfungen gefährlich sind.