Gesundheitspolitik

WHO HQ Genf
Ebola und Coronavirus

Der Weltgesundheitsorganisation fehlt Geld

Mit Ebola im Kongo und der neuen, derzeit vor allem in China kursierenden Lungenkrankheit Covid-19 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals mit zwei gesundheitlichen Notlagen von internationaler Tragweite gleichzeitig zu tun. Für beide braucht sie dringend Geld, aber die Finanzmittel fließen nur spärlich, wie sie am Freitag in Genf mitteilte.

Krankenkassen

NEOS fordern Ablöse von Dachverbands-Chef Lehner

Die NEOS fordern die Ablöse des Vorsitzenden im Dachverband der Sozialversicherungsträger, Peter Lehner, der auch Chef der Selbstständigen-Kasse SVS ist. „Es wird immer deutlicher, dass Lehner für diese wichtige Funktion nicht geeignet ist. Er sollte der Chef für alle Versicherten sein, macht jedoch Klientelpolitik für Beamte und Selbstständige", kritisierte Gesundheitssprecher Gerald Loacker.

Gynäkologie

Drillingspremiere im St. Josef

Das erste Mal sind im Hietzinger Spital Drillinge zur Welt gekommen. Das Mädchen und die zwei Buben wurden in der 32. Schwangerschaftswoche mittels Kaiserschnitt geholt, Mama und Babys seien wohlauf, wurde am Freitag mitgeteilt. Zusammen brachten die Kinder bei der Geburt fast fünf Kilo auf die Waage.

Coronavirus

Drei Fälle in der Lombardei

Ein 38-jähriger Italiener hat seine Frau und einen Kollegen angesteckt. Der Mann befand sich in kritischem Zustand auf der Intensivstation des Krankenhauses von Codogno bei Mailand, teilten die lombardischen Gesundheitsbehörden am Freitag mit.

Masern

Achtjähriger im Bezirk Braunau erkrankt

Ein Achtjähriger, der im Bezirk Braunau die Volksschule besucht, ist vergangenen Freitag - am letzten Schultag vor den Semesterferien - an Masern erkrankt. Mittlerweile wurde der Impfstatus der Mitschüler, Lehrer sowie Kontaktpersonen des Buben erhoben, bestätigte die Sprecherin der oö. Bildungsdirektion, Elisabeth Seiche, einen Bericht in den "OÖN". Bis auf zwei Personen seien alle geimpft.

ÖGK

Wöginger kalmiert bei umstrittenen Themen, Anschober betont Einigkeit

Der Runde Tisch zur finanziellen Lage der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) am Mittwochabend hat nach Angaben von  Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) Einigkeit in den zentralen Fragen gebracht. Auch ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger betont, dass es keine Verschlechterung für die Patienten geben wird. Es werde keine Selbstbehalte und keine Leistungskürzungen geben, so beide unisono. Unterdessen verortet die Wiener Ärztekammer eine „verantwortungslose Entscheidung“ in Bezug auf die Kinder- und Jugendpsychiatrie und übt scharfe Kritik.

Notfall-Pen „Emerade“ für Allergiker zurückgerufen

Notfall-Pens zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen werden wegen eines Fehlers zurückgerufen. Es geht um die Produkte „Emerade 150/300/500 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen“, wie die Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Rudi Anschober

Anschober sprach sich in Graz für Pflegeberufe-Attraktivierung aus

Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) hat sich am Donnerstag in Graz bei einem Zusammentreffen in Sachen Pflege u.a. für die Attraktivierung des diesbezüglichen Berufsbildes ausgesprochen. Die mobile Betreuung und auch pflegende Angehörige sollten gestärkt werden. Ins gleiche Horn stießen dabei die steirische Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) und KPÖ-Stadtrat Robert Krotzer.

Aschenbecher
Gastro-Rauchverbot

Österreich stieg im Anti-Rauch-Ranking auf

Das in Österreich in Kraft getretene Gastro-Rauchverbot hat das Land in Europa aus der „Schmuddelecke“ der Tabakkontrolle geholt. Im neuen Ranking „Tobacco Control Scale 2019“ der europäischen Krebsligen in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) findet sich Österreich nunmehr auf dem 20. Rang, im vorangegangenen Jahr war es noch der 35. und letzte Platz gewesen.

Coronavirus

Rückläufige Zahlen und Prognose einer Etablierung der Krankheit

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in China nach offiziellen Angaben auf den tiefsten Stand seit Wochen gefallen - allerdings sorgt eine erneut geänderte Zählweise für Verwirrung. Wie die Gesundheitskommission in Peking am Donnerstag mitteilte, ging die Zahl neu bestätigter Infektionen auf 394 Fälle zurück, nachdem es am Vortag noch 1749 gewesen waren. Die Zahl neuer Todesopfer wurde mit 114 angegeben.

Österreichische Gesundheitskasse

Anschober will Häftlinge trotz Kritik krankenversichern

Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) setzt weiterhin auf die Aufnahme von Häftlingen in die Krankenversicherung. Die Maßnahme, die im türkis-grünen Regierungsprogramm steht, wurde zuletzt von der SPÖ kritisiert. Für Anschober ist es eine Frage des „normalen Umgangs mit kranken Menschen“, dass es auch für Häftlinge eine Versicherung gibt.

Aufklärungskampagne der Volkshilfe

Volkshilfe-Kampagne will Tabuthema Demenz brechen

Rund 130.000 Personen leiden in Österreich an Demenz, Tendenz stark steigend. „Bis 2050 dürfte jeder Siebte betroffen sein“, erklärte Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien. Eine neue Initiative will sozialer Ausgrenzung entgegen wirken - mit Information und auch finanzieller Unterstützung. „Wir versuchen, das Tabuthema zu brechen.“

Notärztliche Versorgung in Kärnten

Verbesserungen für Mediziner

Nachdem es zuletzt mehrere Fälle gegeben hat, in denen Notarztdienste in Kärnten nicht besetzt worden waren, hat das Land nun Verbesserungen für die Ärzte angekündigt. So gibt es für Wochenenddienste mehr Geld, Dienste können künftig auch gesplittet werden. Das kündigte Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) am Mittwoch bei einem Pressegespräch an.

Presse

Neues Patientenmagazin der Wiener Ärztekammer

Seit Februar 2020 liegt GESUND & LEBEN mit einer eigenen Wien-Ausgabe als offizielles Patientenmagazin der Wiener Ärztekammer in allen Wiener Ordinationen auf. Zusätzlich werden auch Kaffeehäuser, Apotheken und Friseure beliefert.

AmberMed

27.000 Menschen in Österreich nicht krankenversichert

Dieser vergleichsweise kleinen Zahl stehen täglich erschütternde Situationen gegenüber, in denen die Wiener Initiative AmberMed (Diakonie in Kooperation mit dem Roten Kreuz) medizinische Hilfe, Beratung und Unterstützung bietet. Darauf verwiesen am Mittwoch AmberMed-Proponenten bei einer Pressekonferenz in Wien.