Gesundheitspolitik

Coronavirus

Starker Anstieg bei Intensivpatienten in Österreich

Die Kapazitäten bei den Intensivbetten seien aktuell wichtigstes Steuerungsinstrument, hieß es am Dienstag von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Kritisch wäre eine Auslastung von 60 bis 70 Prozent, sagte er im Morgenjournal - wichtig sei, die Gesamtzahl der Intensivbetten von jenen speziell für Covid-19-Patienten zu unterscheiden. 288 waren es hier beim Höchststand im Frühjahr. Dennoch stieg die Belegung innerhalb einer Woche um 40 Prozent auf 203.

Coronavirus

Bis Ende 2021 nicht genug Impfdosen für alle EU-Bürger

Die EU-Kommission geht Insidern zufolge davon aus, dass bis Ende 2021 nicht genug Impfdosen für die gesamte EU-Bevölkerung bereitstehen werden. Dies habe ein Kommissionsvertreter bereits am Montag EU-Diplomaten mitgeteilt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einem Teilnehmer des Treffens. Ein zweiter Insider äußert sich ähnlich.

Coronavirus

Erste Intensivstationen in Europa überlastet

Angesichts rapide steigender Corona-Infektionen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer Überlastung von Intensivstationen vor allem in Europa und Nordamerika gewarnt. „Viele Länder auf der Nordhalbkugel sehen derzeit einen besorgniserregenden Anstieg von Fällen und Einweisungen ins Krankenhaus“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. An einigen Orten füllten sich die Intensivstationen schnell.

Sterbehilfe
Teil 1: Automatisierte Triage

Wie COVID-19 die Digitalisierung vorantreibt

Die Coronavirus-Pandemie hat den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der klinischen Praxis dramatisch beschleunigt. Angesichts medizinischen Personalmangels und überbordender Patientenzahlen wenden sich immer mehr Krankenhäuser, etwa in den USA und Großbritannien, automatisierter Hilfsmitteln zu, vor allem in der Notaufnahme. Doch so bedeutsam diese Instrumente sind, ihre rasche Einführung ist mit Risiken verbunden.

Coronavirus

Belgisches Gesundheitspersonal arbeitet trotz Infektion

Dutzende Ärzte und Pfleger in den völlig überlasteten Kliniken der belgischen Provinz Lüttich sind nach Angaben von Gewerkschaftern trotz Infektion mit dem Coronavirus im Dienst. „Wir müssen wählen zwischen einer schlechten und einer sehr schlechten LösungThis is the template text that will be pasted at your cursor location.“, sagte Philippe Devos vom belgischen Verband der medizinischen Gewerkschaften am Dienstag. Die sehr schlechte Lösung sei, Patienten gar nicht zu behandeln.

Land Oö zuversichtlich bei Dosen für Grippeimpfungen

LHStv. Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) hat sich am Dienstag zuversichtlich gezeigt, dass die vom Land Oberösterreich bestellten Dosen für die Influenza-Impfung rechtzeitig einlangen. Sie gehe davon aus, dass diese in den kommenden zwei Wochen geliefert werden, sagte sie am Rande einer Pressekonferenz in Linz. Heuer seien doppelt so viele wie im Vorjahr bestellt worden.

Coronavirus

Knapp ein Viertel der Wiener Intensivbetten sind belegt

Mit 75 Intensivbetten liegt die Auslastung mit Covid19-Patienten in Wien am Mittwoch bei rund 24 Prozent, insgesamt gibt es 231 Betten. Bei den Normalbetten liegt man bei knapp über zehn Prozent: Von den verfügbaren 2.417 Normalbetten sind 283 belegt. In Wien sind die Planungen bezüglich weiterer Betten für Corona-Patienten seit Sommer bereits abgeschlossen, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).

Coronakrise

Oö. Spitäler verschieben geplante Eingriffe wieder

Die oberösterreichischen Spitäler beginnen wieder damit, elektive Leistungen herunterzufahren und Corona-Patienten gleichmäßig auf alle Häuser zu verteilen, um die medizinische Versorgung so lange wie möglich aufrechterhalten zu können. Zwar kann die Zahl der Intensivbetten noch deutlich aufgestockt werden, der Engpass ist aber das Personal, wurde in einem Hintergrundgespräch am Dienstag deutlich.

Coronavirus

Studie: Zweifel an dauerhafter Immunität

Eine Studie aus Großbritannien nährt Zweifel an einer möglichen dauerhaften Immunität nach einer Covid-19-Infektion. Antikörper gegen das neuartige Coronavirus hätten in der britischen Bevölkerung im Sommer rasch abgenommen, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Imperial College London hervor. Das deute darauf hin, dass der Schutz nach einer Infektion möglicherweise nicht von langer Dauer sei.

Schutzmaske MNS Maske Maskenpflicht
Pandemie

Österreicher glauben, dass Masken auch nach Corona Thema sein werden

87 Prozent der Österreicher glauben, dass das Tragen von Schutzmasken im Alltag auch nach der Coronakrise bei uns üblich bleiben wird. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des IMAS-Instituts. Insgesamt erwarten rund drei von vier Landsleuten, dass die Pandemie unseren Alltag nachhaltig verändern wird. Das betrifft etwa den Umgang mit Grippekranken, aber auch die Arbeitswelt und das Sozialverhalten.

Coronakrise

Erneut mehr als 11.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Dienstagmorgen 11 409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl noch bei 6868 gelegen. „Aktuell ist eine zunehmende Beschleunigung der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, hieß es im aktuellen Lagebericht des RKI vom Montagabend. „Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert.“

Coronakrise

Frankreich warnt vor „Brutalität zweiter Welle", Proteste in Italien

Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle sind am Montag vielerorts in Europa neue Auflagen in Kraft getreten, so etwa in Italien, Dänemark, der Slowakei und in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Viele Regierungen setzen auf nächtliche Ausgangssperren und weitere Kontaktbeschränkungen, um einen kompletten Lockdown der Länder zu vermeiden.

Coronakrise

Oft schwere Krankheitsverläufe bei Schlaganfallpatienten

Anlässlich des Welt-Schlaganfalltages am 29. Oktober hat der Innsbrucker Epidemiologe und Schlaganfall-Experte Stefan Kiechl den Zusammenhang von Schlaganfällen mit dem Coronavirus aufgezeigt. Der Virus würde laut aktuellen Studien Schlaganfälle begünstigen. Umgekehrt seien schwere Infektionsverläufe bei Schlaganfallpatienten doppelt so häufig wie bei gefäßgesunden Menschen, teilte die Medizinische Universität Innsbruck am Dienstag mit.

Coronakrise

WHO warnt vor Kapitulation im Kampf gegen Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eindringlich davor gewarnt, die Bemühungen im Kampf gegen das Coronavirus einzustellen. Es sei „gefährlich“, jetzt bei der Virusbekämpfung „aufzugeben“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Am Vortag hatte der Stabschef von US-Präsident Donald Trump mit einer Aussage für Wirbel gesorgt, die als Kapitulation vor dem Virus gewertet wurde.

Umweltmedizin

Luftverschmutzung steigert Sterberisiko

Luftverschmutzung steigert laut aktuellen Forschungen das Sterberisiko bei Covid-19. Das zeigt eine Analyse des Coronavirus im Jahr 2003 (SARS-CoV-1) und vorläufige Untersuchungen für SARS-CoV-2, berichteten Wissenschafter aus Mainz am Dienstag im Fachblatt Cardiovascular Research. Sie schätzen, dass Luftverschmutzung bisher rund 15 Prozent zur weltweiten Covid-19-Sterblichkeit beitrug. In Mitteleuropa liegt der Wert mit 25 Prozent höher, in Österreich sind es 26 Prozent.

Krebsforschung

Forscher ermöglichen 3D-Blick in durchsichtige komplette Tumore

Mit einer von Wissenschaftern aus Wien und München entwickelten neuen Methode lassen sich entnommene Tumore durchsichtig machen und anschließend mit einem Ultramikroskop vollständig durchleuchten. Dies ermögliche völlig neue dreidimensionale Einsichten bei der Analyse des entarteten Gewebes, wie das Team im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichtet. In der Pathologie konnten bisher nur kleine Tumorteile studiert werden.