Gesundheitspolitik

Westbalkan-Gipfel: Österreich spendet eine Million Impfdosen

Österreich wird ab August eine Million Corona-Impfdosen an die Westbalkan-Staaten liefern. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte den „bilateralen Beitrag“ am Freitag bei einem Westbalkan-Gipfel in Wien an. Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war der Kampf gegen die illegale Migration. Wenn die Westbalkanstaaten ein „Durchwinken“ von Migranten verhinderten, führe dies allein dazu, dass sich weniger Menschen auf den Weg nach Österreich machten, sagte der Bundeskanzler.

WHO: Ungleiche Impfstoffverteilung gefährdet Afrika

Der sprunghafte Anstieg der Corona-Zahlen in Teilen Afrikas könnte nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Folge der ungleichen Impfstoffverteilung sein. In der vergangenen Woche habe sich die Zahl der Neuinfektionen zum Beispiel in Liberia, Sambia, Simbabwe und Ruanda verdoppelt, sagte WHO-Krisenkoordinator Mike Ryan am Freitag in Genf. Die Kurve sei sehr besorgniserregend.

Reproduktionszahl österreichweit bei 0,83

Die Reproduktionszahl liegt in Österreich seit über zwei Monaten unter der kritischen Marke von 1,0. In der am Freitag publizierten wöchentlichen Analyse von der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und TU Graz lag der Wert nun bei 0,83. Das bedeutet einen minimalen Rückgang gegenüber dem Wert von 0,84 von voriger Woche. In der Bundeshauptstadt Wien lag die R-Zahl jedoch wieder bei der kritischen 1,0.

Razzia nach Corona-Impfung von 120 zum Impfen nach München geflogenen Italienern

Nach der Impfung von 120 Mitarbeitern eines italienischen Hotels in München ist die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg mit einer Razzia gegen sieben Beschuldigte vorgegangen. Ein Apotheker, fünf Ärzte und ein Rechtsanwalt stehen im Verdacht der Unterschlagung von Impfstoff, der Bestechung und der Bestechlichkeit, wie die Ermittlungsbehörde am Freitag mitteilte. Es seien mehrere Objekte in München durchsucht worden, darunter eine Apotheke, eine Arztpraxis und eine Anwaltskanzlei.

Israel stellt eine Million Impfdosen für Palästinenser bereit

Israel stellt der palästinensischen Autonomiebehörde rund eine Million Impfdosen gegen das Coronavirus zur Verfügung, die kurz vor dem Verfall stehen. Ein entsprechendes Abkommen sei mit der palästinensischen Autonomiebehöre unterzeichnet worden, erklärte die Regierung von Ministerpräsident Naftali Bennett am Freitag.

Spanien will Maskenpflicht im Freien am 26. Juni aufheben

In Spanien soll die Maskenpflicht im Freien am 26. Juni aufgehoben werden. Der entsprechende Beschluss solle am kommenden Donnerstag auf einer außerordentlichen Kabinettssitzung gebilligt werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Freitag am Rande einer Veranstaltung in Barcelona an. „Das wird das letzte Wochenende sein, an dem man in Spanien im Freien Maske wird tragen müssen“, sagte der sozialistische Politiker. Er sei froh, seinen gut 47 Millionen Landsleuten diese „wichtige Nachricht“ übermitteln zu können.

Impfung bei Jungen

Salzburg drängt zur Eile

Das Land Salzburg will die Impfungen von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren forcieren. In der Altersgruppe soll so bis zum Schul- und Studienbeginn im Herbst ein möglichst hoher Anteil an Vollimmunisierungen erzielt werden. „Das ist in Hinblick auf die verschiedenen Mutationen wichtig“, erklärte Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl am Freitag. Er appellierte an die Jugend, bald einen Termin zu vereinbaren und sagte knapp: „Zuerst impfen, dann auf Urlaub fahren."

Zahl der positiven Selbsttests an Schulen sinkt erneut

An den Schulen hat es in der Woche vom vergangenen Freitag bis gestern, Donnerstag, 298 positive Corona-Selbsttests gegeben - das sind um 81 weniger als in der Vorwoche, obwohl fenstertagsbedingt mit 2,6 Mio. wesentlich mehr Tests durchgeführt wurden (Vorwoche: 1,9 Mio.). Insgesamt waren damit nur 0,01 Prozent der Selbsttests positiv (Vorwoche: 0,02 Prozent). Anders als in der Vorwoche ist aber wieder eine Schule wegen gehäufter Corona-Fälle geschlossen.

Coronavirus

Herbst wird auch in Vorarlberg „Herausforderung"

Der Herbst wird laut dem Vorarlberger Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher epidemiologisch „eine Herausforderung“. Viele werden im Sommer reisen, auch in Länder mit geringerer Durchimpfungsrate, so die Sorge. „Mit gutem Gewissen reisen kann man eigentlich nur mit der Impfung, sie ist das beste der drei G“, sagte Grabher, der auch eine geringere Testmoral bei Ungeimpften fürchtete. Nur eine hohe Durchimpfungsrate schütze vor der Ausbreitung von Virenvarianten.

Coronavirus

Aktuelle Inzidenz fiel auf 12,6

128 Corona-Neuinfektionen sind am Freitag für ganz Österreich gemeldet worden, was nicht nur unter dem Sieben-Tages-Schnitt von 160 liegt, sondern im Wochenvergleich auch fast eine Halbierung bedeutet. Die Sieben-Tages-Inzidenz betrug 12,6 Fälle auf 100.000 Einwohner. Die Positiv-Rate der PCR-Tests lag gerade noch bei 0,2 Prozent, fast 90 Prozent der knapp über 77.000 Tests wurden in Wien durchgeführt. Österreichweit gab innerhalb einer Woche über 500.000 Impfungen.

Coronavirus

Neueste Studien zu Corona-Impfstoffen geben Hoffnung

Die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus breitet sich weltweit zunehmend aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die erstmals in Indien nachgewiesene Variante als „besorgniserregend“ eingestuft, da sie Wissenschaftern zufolge ansteckender ist als die Ursprungsform des Coronavirus SARS-CoV-2. Auch in Österreich und Deutschland warnen Experten, dass sie sich ausbreiten und spätestens im Herbst Delta die dominierende Variante sein könnte.

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Corona-Impfung

Junge Altersgruppen: Klarer Nutzen, aber keine Eile

Trotz des geringeren Risikos bei Kindern und Jugendlichen schwer an Covid-19 zu erkranken, fällt für den Wiener Pharmakologen, Markus Zeitlinger, die Nutzen-Risiko-Abwägung einer Impfung in der Gruppe ab zwölf Jahren „eindeutig positiv aus“. Man wisse nun schon sehr viel über die mRNA-Impfstoffe. Obwohl mögliche schwere Nebenwirkungen höchst selten auftreten, sei es aber „total legitim“ für Eltern, auf weitere Daten aus den USA zu warten. Niemand sollte sich drängen lassen.

Coronavirus

Weltärztechef warnt vor zu raschen Lockerungen

Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery warnt angesichts der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus vor zu raschen Lockerungsschritten in Deutschland. Es sei zu erwarten, dass sich die Delta-Variante in Deutschland noch schneller ausbreite als die anderen bisherigen Formen des Virus, sagte Montgomery. Solange noch nicht genügend Menschen geimpft seien, müssten die Ansteckungsrisiken im Alltag reduziert werden.

ÖGARI

Intensivmediziner regen Lehren aus Krise an

Die Gesellschaft für Anästhesie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) hat in der Corona-Pandemie Stärken aber auch Schwächen auf den heimischen Intensivstationen ausgemacht. In einem Positionspapier fordern die Fachärzte nun anlässlich des Tags der Intensivmedizin am 20. Juni, Lehren aus der Krise zu ziehen. Die Gesundheitsplanung müsse aufgrund einer sich ändernden Patientenstruktur abgesichert, Arbeitsbedingungen attraktiv gestaltet und Daten verstärkt genutzt werden.

Coronavirus-Tests

PCR-Angebot für neun Tiroler Gemeinden wegen Delta-Variante

Die Delta-Variante des Coronavirus hat in neun Tiroler Gemeinden im Umkreis von Innsbruck einen PCR-Testaufruf zur Folge. Bewohner der Gemeinden Birgitz, Götzens, Grinzens, Axams, Thaur, Hall, Absam, Rum und Mils haben von Freitag bis Montag die Möglichkeit, einen Test in der Olympiaworld in Innsbruck zu machen. Derzeit gebe es elf aktiv positive Verdachtsfälle, bei zumindest drei Delta-Fällen könne aber die Infektionsquelle nicht bestimmt werden, hieß es am Donnerstag.

Coronavirus

Südtirol schafft ab Montag Maskenpflicht im Freien ab

Südtirol geht in Sachen Corona-Pandemie weiter seinen eigenen Weg und spielt italienweit eine Vorreiterrolle. Ab Montag wird die autonome Provinz weiße Zone - und im Freien ist die Maske nur mehr inmitten von Menschenansammlungen zu tragen. Der Mund- und Nasenschutz (FFP-2- oder chirurgische Maske) muss aber weiterhin immer mitgeführt werden.