Reform des Krankentransportwesens

Ärztekammer sieht „wichtigen Qualitätsschritt"

Mit der Novellierung des Gesetzes sei nun klar geregelt, welche Transporte nur von qualifizierten, anerkannten Rettungs- und Krankentransportorganisationen durchgeführt werden dürften. Auch die Wiener Rettungsorganisationen begrüßen die Novellierung.

red

Die Wiener Ärztekammer begrüßt ausdrücklich die Novellierung des Wiener Rettungs- und Krankentransportgesetzes. Damit werde ein wichtiger Qualitätsschritt beim Transport von Patientinnen und Patienten in Wien gesetzt, betont Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

„Rechtsunsicherheit beseitigt“

In den letzten Jahren waren Rettungsdienste wiederholt mit der Tatsache konfrontiert gewesen, dass verschiedentlich versucht wurde, den Unterschied zwischen einem qualifizierten Krankentransport und der Krankenbeförderung hintanzuhalten. Mit der Novellierung des Gesetzes sei nun klar geregelt, welche Transporte nur von qualifizierten, anerkannten Rettungs- und Krankentransportorganisationen durchgeführt werden dürften und welche Bedeutung die Begleitung durch qualifizierte Rettungssanitäter während eines Transports für das Wohl und die Sicherheit der Patienten habe.

Szekeres: „Durch die Gesetzesänderung wurde nun eine Rechtsunsicherheit beseitigt. Die Wiener Patientinnen und Patienten können zukünftig darauf vertrauen, während eines Rettungstransports genaue jene fachliche Begleitung zu erhalten, die aufgrund der jeweiligen medizinischen Gegebenheiten erforderlich ist."

Für die sechs anerkannten Wiener Rettungsorganisationen (Arbeiter-Samariter-Bund Wien, Grünes Kreuz Wien, Die Johanniter, Malteser Hospitaldienst, Wiener Rotes Kreuz und den Sozial Medizinischer Dienst Österreich) ist die Neuregelung „ein Meilenstein in der Qualitätssicherung für die Menschen in Wien“, hieß es in einer Aussendung. „Mit der Novellierung des Gesetzes wird eine qualitative, medizinische Versorgung durchgehend während eines Transportes sichergestellt“.

Rettungsdienst
Im März 2020 verzeichnete die Wiener Rettungsleitstelle einen Anstieg der Notrufe um 15 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2019
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