Wissenschaft

tabletten

Zu viele Antibiotika für Kleinkinder in Entwicklungsländern

In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen werden Kindern unter fünf Jahren laut einer Studie fünf Mal mehr Antibiotika verschrieben als in Ländern mit hohem Einkommen. Das ist laut Swiss Tropical and Public Health Institute (Swiss TPH) besorgniserregend wegen gesundheitlicher Folgen für die Kinder, und die exzessiven Verschreibungen könnten Antibiotika-Resistenzen weltweit verstärken.

Homöopathie-Pillen in Vintage-Flaschen

„Goldenes Brett vorm Kopf“ an Homöopathie-Firma Hevert

Das „Goldene Brett vorm Kopf“ geht heuer an den deutschen Arzneimittel-Hersteller Hevert für sein juristisches Vorgehen gegen Homöopathie-Gegner. Der Satirepreis für den „größten antiwissenschaftlichen Unfug des Jahres“ ist am Freitagabend von der Vereinigung GWUP (Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) in Wien verliehen worden.

Schweizer Studie

Studie beleuchtet Ärger im Operationssaal

Worüber ärgert sich das Fachpersonal im Operationssaal? Dieser Frage widmete sich eine Studie der beiden Schweizer Universitäten Neuenburg und Bern. Das Forschungsteam identifizierte 340 Situationen aus 137 untersuchten chirurgischen Eingriffen, die Spannungen im OP erzeugten. Mehrheitlich war es der für die Operation verantwortliche Chirurg, der seinem Ärger Luft machte.

Verzweiflung Beispielbild
Angststörungen

Behandlung nur bei Hälfte der Patienten wirkungsvoll

Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Behandlung von Patienten mit Angststörungen lässt nach wie vor zu wünschen übrig: Nur 50 Prozent der Patienten in Europa – und damit auch in Österreich – zeigen derzeit ein gutes Ansprechen auf aktuelle Therapien.

Biokatalyse

Vorbild Natur als Inspiration für nachhaltige Pharmaproduktion

In der pharmazeutischen Produktion fallen neben dem Zielprodukt eine ganze Reihe von Abfallprodukten an. Um die Herstellungsprozesse umweltfreundlicher zu machen, suchen europäische Forscher nach neuen Wegen und setzen Hoffnung in sogenannte Biokatalysatoren. In einem neuen Großprojekt im Forschungsförderungsprogramm Horizon 2020 sind auch Wissenschafter der Universität Graz beteiligt.

Onkologie

Wie Tumortherapie Bakterien den Weg in die Haut ebnet

Bestimmte Tumorbehandlungen können als Nebenwirkung schwere Hautentzündungen auslösen. Viele Patienten müssen deshalb die Behandlung unter- oder sogar abbrechen. Wiener Forscher zeigen nun im Fachjournal „Science Translational Medicine“ an Mäusen, wie die Bakterien im Zuge der Krebstherapie in die Hautzellen eindringen können und fanden eine Strategie dagegen.

Depression

Depressionen in Deutschland im EU-Schnitt insgesamt häufiger

Depressionen treten in Deutschland häufiger auf als im EU-Durchschnitt. Das geht aus Daten einer europäischen Gesundheitsbefragung hervor, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Computervirus legte Krankenhaus in Tschechien lahm

Ein Computervirus hat in Tschechien den Betrieb eines ganzen Krankenhauses weitgehend lahmgelegt. Patienten wurden gebeten, ihren Besuch zu verschieben oder eine andere Gesundheitseinrichtung aufzusuchen, wie die Klinik in der mittelböhmischen Kreisstadt Benesov (Beneschau) am Mittwoch mitteilte.

Karolinka Institut - Nobelpreis

Zellforscher mit Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet

Die US-Zellforscher William Kaelin und Gregg Semenza und ihr britischer Kollege Peter Ratcliffe sind mit dem Medizin-Nobelpreis 2019 ausgezeichnet worden. Sie erhielten die Auszeichnung am Dienstag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm für ihre Entdeckungen zu der Frage, wie Zellen unterschiedliche Sauerstoffmengen messen und sich daran anpassen können. Die Entdeckungen der Forscher helfen unter anderem im Kampf gegen Krebs.

Vielfalt statt Einklang

Wie Herz, Hirn und Psyche kommunizieren

Ein gesunder Organismus kann den zeitlichen Abstand zwischen zwei Herzschlägen den momentanen Erfordernissen anpassen. Diese sogenannte Herzratenvariabilität (HRV) entwickelte sich in der Medizin zu einem Maßstab für den Gesundheitszustand.

Karolinka Institut - Nobelpreis

Länger leben dank der Medizin-Nobelpreisträger

Als bei Shaun Tierney 2007 eine aggressive Form von Nierenkrebs entdeckt wurde, sah die Prognose düster aus. Doch Tierney hat überlebt und führt heute mit 64 Jahren ein aktives Leben - dank jener Forschung, für die drei Wissenschaftler am Dienstag in Stockholm die Nobel-Medaille bekommen sollten. Tierneys Fall zeigt, wie zunächst abseitig wirkende Forschung ihren Weg raus aus dem Labor in die medizinische Praxis finden kann.

Bier
AKNÖ

Diagnose Rausch ein „teures Vergnügen“

Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern bergen laut Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) auch eine Gefahr: Wer nämlich so viel getrunken hat, dass er im Spital ausgenüchtert werden muss, hat die Kosten in der Regel selbst zu tragen.

Sanofi gibt Diabetes-Forschung auf

Der Pharmakonzern Sanofi stellt sich neu auf. Im Zuge der Reorganisation werde die Forschung im Bereich Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgegeben, teilte Sanofi am Montagabend mit.

Merck & Co verstärkt sich für 2,7 Mrd. Dollar in der Krebsmedizin

Der US-Pharmakonzern Merck & Co übernimmt für 2,7 Mrd. Dollar (2,4 Mrd. Euro) den Krebsspezialisten ArQule und sichert sich damit den Zugriff auf ein vielversprechendes Medikament zur Blutkrebs-Behandlung. Merck & Co bietet 20 Dollar je ArQule-Aktie in bar und damit mehr als doppelt so viel wie den Schlusskurs vom Freitag, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Organtransplantationen

Erstmals „reanimiertes“ Spenderherz in Österreich transplantiert

Zum ersten Mal in Österreich ist in der vergangenen Woche ein Herz nach Tod durch Kreislaufstillstand transplantiert worden. Die sehr seltene Operation wurde am AKH Wien im Herztransplantationsprogramm an der Abteilung für Herzchirurgie (deren Leitung Günther Laufer innehat) durchgeführt. Das teilte die MedUni am Montag mit.

Ernährung

Kalorienbedarf der Welt steigt durch schwerere Menschen

Neben einer wachsenden Weltbevölkerung könnte auch das steigende Gewicht der Menschen den globalen Bedarf an Kalorien aus Lebensmitteln zusätzlich erhöhen. Berechnungen der Forscher von der Universität Göttingen zufolge könnte der weltweite Kalorienbedarf bis zum Jahr 2100 um bis zu 80 Prozent steigen.