Wissenschaft

Behandlung von genetisch bedingten Muskelerkrankungen im Umbruch

Die Behandlung von genetisch bedingten Muskelerkrankungen befindet in einem völligen Umbruch. Spezielle medikamentöse Behandlungsstrategien und die Gentherapie mit potenziellen Heilungsaussichten bisher nur schlecht behandelbarer Erkrankungen sind im Kommen. Frühes Screening bei Babys soll zu optimalen Ergebnissen führen, stellten Experten am Freitag aus Anlass einer Tagung in Wien fest.

Bier

Der Alkoholkonsum in Österreich nimmt ab

In den vergangenen 50 Jahren hat sich das alkoholspezifische Verhalten der Österreicherinnen und Österreicher sowie deren Einstellung zum Alkohol langsam, aber konsequent zum Positiven verändert. Zu diesem Ergebnis kamen die Autoren des „Handbuch Alkohol - Österreich“, dessen 20. Ausgabe am Freitag in Wien präsentiert wurde. Dennoch: Bei jedem Siebenten ist der Alkoholkonsum gesundheitsgefährdend.

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Langzeitstudie Abtreibung

Der Großteil der Frauen fühlt Erleichterung statt Reue

„Die richtige Entscheidung“ war der Schwangerschaftsabbruch für eine große Mehrheit, nämlich 95 Prozent der befragten Frauen. Das berichten Forscherinnen der Universität von Kalifornien im Fachblatt „Social Science & Medicine“. Ihre Studie ist insofern wichtig, da Abtreibungsgegner immer wieder die angeblichen negativen psychologischen Folgen als Argument anführen. Die Datenlage der Studie wird dabei als „bemerkenswert“ eingestuft. 

Chinesisches Coronavirus

Neuartige Lungenkrankheit nun auch in Japan aufgetaucht

Ein Mann aus der Volksrepublik wurde in Japan positiv auf den Erreger getestet, teilte das Gesundheitsministerium in Tokio am Donnerstag mit. Der in Tokios Nachbarprovinz Kanagawa lebende Chinese war Anfang Jänner zu Besuch in Wuhan. In dieser chinesischen Metropole brach die rätselhafte Lungenkrankheit im Dezember aus.

Futuristisch

Das waren die medizinischen Durchbrüche 2019

Wiederbelebte Schweinehirne, die erste „personalisierte“ Behandlung einer genetischen Krankheit oder ein Virencocktail als Lebensretter; das vergangene Jahr war durch viele medizinische Durchbrüche gekennzeichnet, eine Rückschau.

Neues Coronavirus

Erstmals außerhalb Chinas Landesgrenzen nachgewiesen

Nach dem Verdachtsfall der Lungenkrankheit, die momentan in China grassiert und durch ein neuartiges Coronavirus ausgelöst wird, nun die Bestätigung: Der Erreger wurde mit Hilfe einer Genom-Analyse erstmals im Ausland nachgewiesen, nämlich bei einer Frau in Thailand, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete. Die 61-jährige Chinesin sei am 8. Januar nach einem Flug von Wuhan nach Bangkok bei der Fieberkontrolle am internationalen Flughafen aufgefallen. Wie sich die Patientin angesteckt habe, werde noch ermittelt.

tabletten
Sorge wegen Resistenzen

Antibiotika in China leicht zu bekommen

Antibiotika sind in chinesischen Apotheken vielfach noch immer ohne ärztliche Verschreibung erhältlich, obwohl die Regierung eigentlich ihren Missbrauch eindämmen will. Nach einer im Fachjournal „Antimicrobial Resistance and Infection Control“ vorgestellten Erhebung konnten Antibiotika vor einem Jahr noch in mehr als 80 Prozent von gut 1.100 einbezogenen Apotheken ohne Rezept gekauft werden.

Schwangerschaft Arzt Beratung

Genfer Forscher lösten Rätsel um furchtlose Mäuse

Der Parasit Toxoplasma gondii ist ein ganz perfider: Er beraubt Mäuse ihrer natürlichen Furcht vor Katzen und macht sie zutraulich zu ihrem Fressfeind. Der Parasit will, dass die Maus verzehrt wird, denn der Verdauungstrakt der Katze - das ist der Ort, wo er hin will. So weit der bisherige Kenntnisstand.

Grippevirus
Influenza & Co

Die meisten Operationen möglich

Sprichwörtlich „gesund“ sollte man am besten vor chirurgischen Eingriffen sein. Zur Hochsaison von Husten, Schnupfen, Heiserkeit & Co. samt „echter“ Virusgrippe ist das bei geplanten (elektiven) Eingriffen bei weitem nicht immer gegeben. Entschieden wird im Einzelfall, stellte die Österreichische Gesellschaft für Anästhesie am Dienstag in einer Aussendung fest.

alte Frau

Forscher identifizieren Immunzellen als mögliche Alzheimer-Antreiber

Bestimmte Immunzellen, die den Körper eigentlich schützen sollen, könnten auch eine Art Antreiber-Rolle bei Alzheimer Erkrankungen spielen. Ein internationales Forscherteam mit Salzburger Beteiligung zeigte nun, dass sogenannte CD8 T-Zellen das Gehirn von Erkrankten offenbar beeinflussen. Die neuen Erkenntnisse könnten künftig auch in Therapie und Diagnostik münden.

Maschine kann Spenderleber sieben Tage am Leben erhalten

Zürcher Forschende haben eine Maschine gebaut, die eine Spenderleber eine Woche lang am Leben erhalten kann. Das eröffnet Möglichkeiten, auch mangelhafte Spenderlebern zu retten und doch noch zu transplantieren.

Wangfujing in Peking/China
Neue Lungenkrankheit aus China

Erster Verdachtsfall in Thailand

Nach dem Ausbruch einer rätselhaften Lungenkrankheit in China gibt es in Thailand einen ersten Verdachtsfall. Ein Reisender aus der zentralchinesischen Metropole Wuhan, wo Dutzende durch das neuartige Coronavirus erkrankt sind, werde seit dem 8. Jänner in einem thailändischen Krankenhaus behandelt, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag.

Herzklappenerkrankung
Künstliche Herzklappen

Neudesign könnte Hirnschlag-Risiko senken

Wer eine mechanische Herzklappe trägt, hat ein erhöhtes Risiko für Hirnschläge. Forschern der Uni Bern berichten nun, das in erster Linie die Form der Klappe das Risiko für Gerinnsel und Schlaganfall erhöht. Ein optimiertes Design könnte das Problem beheben.

Hippocampus Nervenzellen
Neurologie

Wunschtraumexperimente rund um blitzende Nervenzellen

Seit einigen Jahren gehen Wissenschafter den Mechanismen neuronaler Signalgebung nach, indem sie Nervenzellen zuerst mit Lichtblitzen anregen und sie dann schockgefrieren, um sie in der Folge strukturell zu untersuchen. Ein österreichisches Team hat diesen „Flash and freeze-Ansatz“ nun entscheidend weiterentwickelt. Das mache den Weg zu neurowissenschaftlichen „Wunschtraumexperimenten“ frei.

Österreichischer Impftag

Krebspatienten haben schlechte Abwehrlage

In Österreich leben derzeit mehr als 350.000 Menschen mit Krebs. Ein erheblicher Teil von ihnen dürfte - entweder durch diese Krankheiten an sich oder durch die Therapie - eine ausgesprochen schlechte Abwehr gegen durch Impfung verhinderbare Erkrankungen aufweisen.

Eli Lilly kauft Pharmafirma Demira für 1,1 Mrd. Dollar

Der US-Pharmariese Eli Lilly will das Biotech-Unternehmen Demira für 1,1 Milliarden Dollar (990 Mio. Euro) in bar kaufen. Durch den Zukauf sichert sich Eli Lilly Zugang zu den Arzneimitteln von Demira gegen Hautkrankheiten.