Gesundheitspolitik

Alte Frau
Pflege

Deckelung bei Regress für Länder „inakzeptabel“

Die Finanzreferenten der Länder haben sich bei ihrer Konferenz in Langenlois (Bezirk Krems-Land) intensiv dem Thema Pflegekosten gewidmet. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bezeichnete die Deckelung von 300 Millionen Euro für die diesbezügliche Abgeltung für die Länder am Freitag als „inakzeptabel“. Weitere Schwerpunkte des Treffens waren etwa der Klimaschutz sowie Budget-Regeln.

Gynäkologischer Stuhl

Abtreibungsgegner demonstrieren am Samstag in Wien

Konservative Abtreibungsgegner demonstrieren am Samstag in Wien neuerlich für die Verschärfung der „Fristenregelung“. Erwartet werden bis zu 3.000 Teilnehmer, die unter anderem eine verbindliche Bedenkzeit für Frauen vor Abtreibungen fordern. Scharfe Kritik an der katholischen Kirche, die die Veranstaltung unterstützt, übt in diesem Zusammenhang der Gynäkologe Christian Fiala.

Global
Geberkonferenz in Frankreich

14 Milliarden US-Dollar gegen Aids und Tuberkulose sind fixiert

Das kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron nach einer zweitägigen Konferenz in Lyon an. Microsoft-Gründer Bill Gates sagte 700 Millionen US-Dollar von seiner Stiftung zu, die deutsche Bundesregierung stellte nach Angaben von Hilfsorganisationen für den Zeitraum von 2020 bis 2022 mehr als eine Milliarde Euro in Aussicht.

Adipös
OECD-Studie

Adipositas schwächt Wirtschaft und Gesellschaft

In den kommenden dreißig Jahren werden über 90 Millionen Menschen in den OECD-Ländern an Krankheiten sterben, die auf starkes Übergewicht zurückgehen. Übergewicht wird im gleichen Zeitraum die Lebenserwartung um fast drei Jahre reduzieren. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie.

v.l.: Bernhard Felderer, der ehemalige Direktor des Instituts für Höhere Studien (IHS), Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen und Wiener Ärztekammer und Studienautor David Ungar-Klein.

Gesundheitsreport zeigt Reformbedarf auf

Der Wiener Gesundheitsinfrastrukturreport 2019 wurde kürzlich präsentiert. In den daraus abgeleiteten Ergebnissen sieht sich Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres bei den Forderungen nach 600 zusätzlichen Ärztinnen und Ärzten für Wien bestätigt.

Niederösterreichs „Healthacross for future“ von EU ausgezeichnet

Die EU hat „Healthacross for future“, die grenzüberschreitende Kooperation im Gesundheitswesen zwischen Niederösterreich und Tschechien, ausgezeichnet. Dass Programm belegte nach Angaben vom Mittwoch unter 50 „Interreg“-Einreichungen den dritten Platz.

Sozialversicherungsreform

Zweitägige Verhandlung am VfGH beendet

Am Verfassungsgerichtshofs (VfGH) ist am Mittwochnachmittag die zweitägige Verhandlung zur Sozialversicherungsreform zu Ende gegangen. Die Beratungen werden nun nicht öffentlich fortgesetzt. Die Entscheidung des Gerichtshofes werde dannn schriftlich oder mündlich ergehen, so VfGH-Vizepräsident Christoph Grabenwarter. Wann das sein wird, ließ er offen.

Ärztemangel

DACH-Studie unterstreicht eklatanten Medizinerengpaß

Am Mittwoch wurden die Ergebnisse einer DACH-Studie zu den Gesundheitsausgaben in Österreich, Deutschland und der Schweiz präsentiert. Das Berliner IGES Institut und das Forschungsinstitut für Freie Berufe der Wirtschaftsuniversität Wien belegen damit ein bereits bekanntes Problem: Es gibt zu wenig Ärztinnen und Ärzte in Österreich, sowohl im niedergelassenen Bereich als auch in den Spitälern. Durch die kommende Pensionierungswelle wird die Thematik noch weiter verschärft werden.

Psychosozialer Dienst

Jubiläumsfest zum 40. Geburtstag

Der Festsaal des Wiener Rathauses war bis auf den letzten Platz gefüllt. Anlass waren die Wiener Psychosozialen Dienste (PSD), welche ehemals die Wiener Psychiatriereform erst möglich machten. Sie feierten ihren 40. Geburtstag. Vergeben wurde dabei auch der nach PSD-Gründer Stephan Rudas benannte Preis für fundierte Berichterstattung über psychische Erkrankungen.

Psychiatrie

Österreichs Spitalsbetten unter dem EU-Schnitt

EU-weit stehen in der Psychiatrie durchschnittlich 69 Krankenhausbetten pro 100.000 Einwohnern zur Verfügung. Insgesamt machen diese 14 Prozent aller Spitalbetten aus, teilte Eurostat am Mittwoch unter Berufung auf aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2017 mit.

Deutschland

Krankenkassen drohen Milliardendefizite

Nach Jahren mit Milliarden-Überschüssen drohen den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) einer Prognose zufolge in einigen Jahren wieder Defizite. Im Jahr 2040 werde sich das Minus auf fast 50 Milliarden Euro belaufen, wenn die Politik nicht frühzeitig gegensteuere, heißt es in einer am Mittwoch in Gütersloh veröffentlichten Berechnung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Pflege

Hauptverband erwartet von künftiger Regierung „Dauerlösung“

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger erwartet sich von der kommenden Regierung eine langfristige Lösung im Pflegesektor. Die neue Regierung sollte sich Zeit nehmen, eine „Dauerlösung“ zu schaffen, „die Jahrzehnte hält“, sagte Hauptverbands-Chef Alexander Biach bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Und Pflege solle „keine ideologische Frage, sondern eine Verantwortungsfrage“ sein.

Homöopathie-Pillen in Vintage-Flaschen

Franzosen müssen homöopathische Mittel ab 2021 selbst bezahlen

Patienten in Frankreich müssen homöopathische Mittel künftig aus eigener Tasche bezahlen: Ab 2021 werden solche Medikamente nicht mehr von der Krankenkasse erstattet. Das geht aus einer Verordnung des französischen Gesundheitsministeriums hervor, die am Dienstag mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft trat. Grund sind massive Zweifel an der Wirksamkeit der sogenannten Globuli.

Bleistift Schriftzug Stress

Großer Aufholbedarf bei Versorgung psychisch Kranker in Österreich

1,2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher sind von einer psychischen Erkrankung betroffen. Bei der Versorgung dieser Menschen besteht jedoch großer Aufholbedarf, kritisierte der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Gefordert werden u.a. ausreichend Behandlungsplätze sowie klinisch-psychologische Behandlung als Kassenleistung.

Pflege
Pflege

Wien braucht bis 2030 mehr als 9.000 neue Kräfte

Wien sucht für die kommenden Jahre qualifiziertes Pflegepersonal. Die Stadt benötigt bis 2030 mehr als 9.000 neue Kräfte allein in der Langzeitpflege - also ohne den Akutbereich in Spitälern. Die Zahl ergibt sich einerseits aus Nachbesetzungen infolge anstehender Pensionierungen und andererseits durch die demografische Entwicklung. Schaffen will man das durch Nachjustierungen in der Ausbildung.

Influenza

Nur jeder Zehnte lässt sich impfen

Wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Dienstag in Hamburg mitteilte, waren in der Saison 2017/2018 bei den über 60-Jährigen, für die die Impfung ausdrücklich empfohlen ist, bundesweit auch nur rund ein Drittel (33,4 Prozent) geimpft. Das EU-Ziel, 75 Prozent der älteren Menschen gegen Grippe zu impfen, wird damit deutlich verfehlt.