Wissenschaft

Virus Covid-19 Corona
Omikron

Für Virologen Krammer „schaut's aber nicht gut aus“

Allzu optimistisch hat sich der in den USA tätige österreichische Virologe Florian Krammer am Dienstag nicht gezeigt, was die Omikron-Variante angeht. Auch wenn nach wie vor noch nicht genug Daten vorliegen würden und damit die Unsicherheit groß sei, um die Situation mit Omikron abschätzen zu können, „schaut's aber nicht gut aus“, meinte er in einer Diskussion per Live-Stream, den die Kunstuni Linz organisiert hat. Nach Einschätzung des US-Experten Anthony Fauci hingegen ist Omikron „nahezu sicher“ nicht schlimmer als die Delta-Variante.

Niki Popper dwh

Niki Popper mahnt Sicherheitsnetz bei Öffnungen ein

Von einer absinkenden Infektionslage auch in den nächsten Tagen geht im Vorfeld der Entscheidung über Öffnungsschritte am Mittwoch der Simulationsforscher Niki Popper aus. Dafür verantwortlich sind der Teillockdown, der Lockdown, die gestiegenen Impfraten und auch regional teils sehr hohe Immunitätsraten. Gehe man nun Öffnungsschritte an, sind aber vor allem bundesweit funktionierende und kontrollierte Sicherheitsnetze und eine weiter hohe Impfbereitschaft wichtig.

Coronavirus

Roche erhielt EU-Zulassung für Covid-Medikament

Nur einen Tag nach der Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) hat Roche die EU-Zulassung für sein Mittel RoActemra (Tocilizumab) erhalten. Eingesetzt werden darf es künftig auch zur Behandlung von Covid-19-Patienten, wie Roche am Dienstag mitteilte.

WHO gegen Genesenen-Plasma als Therapie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat von der Behandlung von Covid-Patienten mit Plasma aus dem Blut Genesener in den meisten Fällen abgeraten. In einem am Dienstag im „British Medical Journal“ veröffentlichten Artikel erklärte die WHO, dass die Behandlung bei Menschen mit leichter oder mittelschwerer Corona-Erkrankung nach „derzeitigen Erkenntnissen“ weder „das Überleben verbessert“ noch den Bedarf an künstlicher Beatmung verringert. Zudem sei es „kostspielig und zeitaufwändig“.

Coronavirus

Innsbrucker Gynäkologen raten Schwangeren zur Impfung

Nachdem in den vergangenen zwei Wochen fünf „kritisch an Covid erkrankte, schwangere Frauen“ an der Innsbrucker Klinik behandelt werden mussten, hat die Frauenklinik Schwangeren, bei Kinderwunsch und während der Stillzeit dringend zur Impfung geraten. „Eine Covid-Infektion bei Schwangeren bringt deutlich erhöhte Risiken für Mutter und Kind mit sich“, berichtete Oberärztin Alexandra Ciresa-König am Montag.

Coronavirus

Corona - Warnung vor Doppelinfektionen mit Influenza oder RSV

Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller warnt vor Doppelinfektionen - vor allem auch bei Kindern - mit dem Coronavirus und anderen Erregern, etwa Influenza. Daten von Erwachsenen würden zeigen, dass solche Fälle zu einem wesentlich schwereren Verlauf führen. Umso wichtiger sei es, „sich und seine Kinder gegen Influenza und gegen Covid-19 impfen zu lassen“.

Coronavirus

Vorläufer der Omikron-Variante gibt es schon länger

Vorläufer der kürzlich entdeckten Corona-Variante Omikron dürften ihrem Mit-Entdecker zufolge schon sehr lange existieren. „Nach derzeitigem Kenntnisstand hat sich eine frühe Form von Omikron schon vor der Entstehung von Alpha und Delta als eigener Virustyp entwickelt“, sagte Wolfgang Preiser von der Stellenbosch University in der Nähe von Kapstadt der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Mitglied des Forschungskonsortiums, das die Variante entdeckt hat.

Coronavirus

Corona - Neue Medikamente keine „Ausrede“ für Nicht-Impfen

Wahrscheinlich werden in nächster Zukunft zumindest zwei Covid-19-Medikamente in Tablettenform auch in der EU zugelassen und erhältlich werden. „Das kann aber keine Entschuldigung dafür sein, sich nicht impfen zu lassen“, betonte Samstagvormittag der Wiener Infektiologe Florian Thalhammer (MedUni Wien) beim 1. Österreichischen E-Impfkongress (online).

Coronavirus

Studie belegt sehr hohen Corona-Schutz durch FFP2-Masken

FFP2-Masken bieten einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion. Dabei kommt es aber auf die richtige Trageweise an, wie Forschende des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation nach einer Studie berichten. Wenn sich ein infizierter und ein gesunder Mensch in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen, liegt die Ansteckungsgefahr demnach auch nach 20 Minuten bei gut einem Promille (0,1 Prozent).

Faktencheck

Haltbarkeits-Änderung bei Comirnaty Routinevorgang

Derzeit kursiert in den sozialen Medien und auch in einem viralen Medienbeitrag ein Thema: Demnach soll die Haltbarkeit des Covid-Impfstoffes Comirnaty „still und heimlich“ verlängert worden sein. Dies sei im Trubel um den Lockdown und die Impfpflicht untergegangen. Darüber hinaus werden Vergleiche zu Lebensmittel-Skandalen gezogen, bei denen Ablaufdaten umetikettiert worden sind.

Grapefruit
Onkologie

Bitter-Geschmacksrezeptoren können Krebs hemmen

Geschmacksrezeptoren, die auf der Zunge Bitterstoffe wahrnehmen und das für die Menschen meist unangenehme Aroma in das Gehirn melden, sind „krebshemmend“, berichten Forscher der Universität Wien. Die gezielte Aktivierung solcher „Bitterrezeptoren“ verringert das Wachstum und die Ausbreitung von Tumorzellen, erklären sie in einem Übersichtsartikel in der Fachzeitschrift „Cancers“.

Corona-Virus

Risiko erneuter Ansteckung bei Omikron-Variante laut Preprint-Studie erhöht

Einer vorläufigen Preprint-Studie aus Südafrika zufolge ist bei der Omikron-Variante des Coronavirus das Risiko, sich erneut anzustecken, im Vergleich zu den Delta- oder Beta-Stämmen dreimal größer. Die Arbeit basiert auf vom südafrikanischen Gesundheitssystem gesammelten Daten.

Nationalrat

Einheitspatent für 17 EU-Staaten kommt im zweiten Halbjahr 2022

Das EU-Einheitspatent kommt im zweiten Halbjahr 2022 und gilt zunächst für 17 Mitgliedsstaaten, im Vollausbau können es 24 EU-Staaten werden. Der Nationalrat hat am 19. November das Protokoll zum Einheitspatentgericht einstimmig beschlossen, heute wurde es im Bundesrat ratifiziert. Mit dem EU-Einheitspatent können Erfinderinnen und Erfinder sowie Unternehmen ihre Innovation mit einem einzigen Patent in mehreren Ländern zugleich schützen.

Molekulare Biotechnologie

Wiener Forscher schufen Modell für Einnistung menschlicher Embryos

Nach der Empfängnis entsteht bei Menschen aus der befruchteten Eizelle ein „Zellball“ (eine Blastocyste), der sich in der Gebärmutterwand einnistet. Mit menschlichen Stammzellen und Gebärmutter-Schleimhautzellen konnten Wiener Wissenschafter diesen Prozess im Labor nachstellen. Damit schufen sie ein Modell zur Erforschung der frühen Embryo-Bildung und seiner Einnistung. Auch hormonfreie Verhütungsmethoden wollen sie damit entwickeln. Die Studie erschien im Fachblatt „Nature“.

Impfstich
Israelische Studie

86 Prozent weniger Infektionen nach dritter mRNA-Impfung

Die Covid-19-Impfung verhindert teilweise SARS-CoV-2-Infektionen, wirkt aber besonders in der Verhütung von schweren Erkrankungen im Rahmen der Pandemie. Eine neue israelische Studie beweist jetzt den großen Effekt auf SARS-CoV-2-Infektionen nach einer dritten Teilimpfung mit der Pfizer/BioNTech-Vakzine. Die Häufigkeit geht um 86 Prozent zurück.

Corona-Pandemie

Fehlgeleitete Immunreaktion: Wie das Coronavirus die Lunge attackiert

Eine schwer verlaufende Covid-19-Erkrankung geht oft mit starker Vernarbung des Lungengewebes einher. Womöglich bringt SARS-CoV-2 die Fresszellen des Immunsystems dazu, Vernarbungsprozesse zu befeuern, so ein deutsches Forscherteam um Leif-Erik Sander von der Berliner Charité im Fachmagazin „Cell“. Das habe letztlich zur Folge, dass die Patienten außergewöhnlich lange unterstützend mit Sauerstoff versorgt oder sogar über eine künstliche Lunge (ECMO) beatmet werden müssten.